iz 117s. Mattung. Svftan. Crocus.
fenheit nach gleich ergiebig wäre. So reicht aberSafran geringe Anzahl im Verhältniß feiner Rutznicsung,nicht hin, eben so wenig als seine Qualitäten, die nur,untrüglicher Erfahrungen zu folge, die Cultur erhöht.Man muß sich bey seinem Anbaue bloß derjenigenArt bedienen, welche im Herbst ihre Blüthen treibt,nicht aber jener, so im Frühlinge blühet, welche fürviel schlechter gehalten wird. Zum wenigsten kan manalsdann versichert seyn, daß man keine schlechte Artdes Safrans erhalte. Denn die schlechten und wildenArten des Safrans, pflegen gemeiniglich ihre Blumenim Frühjahre zu bringen.
Wenn man die sehr nach Norden gelegenen Reicheausnimmt, so ist in Europa fast kein Land, wonicht Safran gebauet wird. Man zeuget denselbenin Spanien und Portugall, aber aus Nachläßigkeitder Einwohner in geringer Menge und in schlechterGüte, weil sie denselben aus einem wunderlichen Vor.urtheile gemeiniglich mit Del anfeuchten. In Italien,besonders um Neapel und Sicilien, wird gleichfallsviel Safran gebauet , und sind besonders in Calabrienund Apulie» eigene Safransmarkte eingeführt. Frank,reich erzeuget fast in allen seinen Provinzen Safran.Man bauet ihn in der Normandie, Languedock, Gui«cnnc, Provence, Orange; besonders aber ist er inder Landschaft Gasiinois, der beste, so wie der ausProvence und der Normandie der schlechteste ist.Engrlland zeuget gleichfalls viel Safran, der dembesten .wenig nachgiebt, und leget man sich beson-ders in Essex und Cambridge auf dessen Anbau, wieman denn in Jrrland sich auch darauf befleißiget. InDeutschland wird derselbe in Niederösterreich an derDonau herunter von Ens bis nach St. Pölten, be.sonders um Tulnenfels stark gebauet, und sowohl dieGelehrten, als die Kaufleute sind einmülhig einver.standen, daß der österreichische Safran unter allen
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