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11 (1784) Von den Zwiebelgewächsen / Carl von Linné
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14
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Safran

14 117)'. Gattung. Safran. Crocus.

es ist ist gleichgültig, ob ein solch mit Sanb ver»mischtes Erdreich, an sich selbst, schwarz, grau,oder röthlich ist. Nur will er niemals in morasti-gen , schweren, festen, und leimichten Boden wohlfortkommtn. Die Düngung, die man dem Acker giebt,worauf man Safran bauen will, muß in alten wohl--verfaulten Miste bestehen; und ein langer strohtgtcrMist ist hrez» nicht dienlich. Die Winter»kalte ist ihm nicht sowohl schädlich, als die lang an-haltende Winter Feuchtigkeit und man hat angemer-ket, daß bey gelinden und sehr nassen Wintern, vieleSafranzwiebeln zu verfaulen pflegen. Wir solltenuns aber deßwegen doch nicht abhalten lassen, denSafran auch in unsern Gegenden anzubauen. Dienaflc» Winter sind bey uns bc») weilen nicht so ge»wohnlich, als in Engelland, und besonders, in Irr-land, wo doch der Safran mit gutem Fortgange ge.bauet wird. Es kommt alles auf die gute Wahl desBodens an; und es wird uns in vielen Gegendenan dazu schicklichen Erdreich gewiß nicht fehlen. Wennder Safran mit Vortheil gcbauet werden soll, sokönnen einige Beete in Garten wenig dazu beytragen,sondern man muß einen dazu schicklichen Acker im Feldeerwählen, welche man denn einen Safrangarte» zunennen pflegt. In Oesterreich sind dergleichen Saf«rangarten mit Zäunen oder Planken eingefaßt, undfallen dcnenzenigcn, so von Linz nach Wien an derDonau Hinunterreißen, leicht in die Augen. Ein .sol»cher zum Safran bestimmter Acker wird im April oderzu Anfang deö Maymanats zum erstenmal gepflüget.Zu Anfang des Brachmonats wird alsdann derselbemit alten wohlverfaulten Miste gedüngek, und derMist untergepflügt. Man macht denselben mit derEgge wohl mürbe. Einige ebnen denselben überdießmit Brettern; und er ist alsdenn bereitet. In Oester-reich pfleget zwar alles dieses etwas zeitiger sorge»nommen zu werden, weil die JrühlingMtterung viel

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