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11 (1784) Von den Zwiebelgewächsen / Carl von Linné
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20
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so H75. Gattung. Safran. Lrocu§.

E f kommt. Eine Pflanze, die sich bey der härtesten Win.

MaskM terwitterung grün erhalt, scheinet sowohl für talteLänder, als für heissc Gegenden geschickt zu sey», undvielleicht vor die ersten besser alö vor die letzten. Indem folgenden Jahre bedarf ein Saftangarrcn keineandere Wartung, als daß man die Beere vom Unkrautrein erhall. In Engellanv, wo man sehr ökonomischist, pfleget man das Unkraut ungehindert fortwach.sen zu lassen, und hauet es dagegen als Gras zwey.mahl ab. Assein auf diese Art muß das Unkraut demAcker nothwendig viele Fruchtbarkeit entziehen, so daßendlich die Zwiebeln nicht genügsame Nahrung zumWachsthum finden. Es ist daher unstreitig besser,die Beete von Zeit zu Zeit auszuiäten , und das Urnkraut nicht austommen zu lassen. Besonders mußman die Beete in der Mitte des Septembers noch ein«mal vom Unkraut reinigen, und sodann dieselben mitdem Harken überziehen, damit die obere Erde aufge«lüftet, und zu besserer Hervorsprossung der Safrans-Llume geschickt gemacht werde. Jedoch muß diesesAufharken nicht tief, sondern mit solcher Bescheiden,heil geschehen, daß dadurch die Zwiebeln nicht beschä-diget , oder herausgerissen werden. Man hat alsdenngegen die Mitte des Dekoders die zweite Safcancrndezu gewarken, die gemeiniglich reichlicher und besserauszufallen pfleget, als die erste. Auf eben diese Artwird km dritten Jahre verfahren. Denn die Safran,pflanzen bleiben so lange in der Erden auf einerleyStelle, daß man drey Ernden von ihnen genießt.Im vierten Jahre endlich um Johannis werden dieZwiebeln heraus genommen. Es hat alsdenn einejede eingelegt Zwiebel drey bis fünf andere angesetzt,die man besche>dentlich auseinander macht, solche aufeinem lüfttgen Boden dünne ausbreitet, und trocknet;da sie dann in der Mitte des Augusts in einen neuenSafrangarten verpflanzt werden können. Denn manhält dafür, daß ein Acker, der drey Jahr Safran

ge.