Band 
Neunter Theil. Von den Kräutern.
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r§ Vierte Classe. lyterAbschn. r sie Abtheil.

Gänse- förmig, und ganz, nach der Spitze zu breiter, bald

disikl. in großem, oder kleinern Lappen federartig eingcschnit.tcn, und alsdann an der Spitze dreyeckig, am Randeentweder scharf, mit kurzen steifen Stacheln, oder siei.fen Borsten besetzt, oder auch ohne dieselben, undbloß am Rande gezähnt. Die Kelche sind glatt, unddie gelben Blumen kleiner als an der vorhergehendenArt Es sind daher einige Spielarten entstanden, als«) welche einen glatten Stamm und eingeschnitteneBlatter hat, ß~) welche kleiner und fchmalblattcrichterist, welche einen rauchen Stamm und eingcschnit.tenc Blatter und ä) welche einen rauchen Stamm unduneingeschnittene Blätter hat. Der milcharcige Saft,wovon die ganze Pflanze voll ist, wird ausgepreßt alsein sonderbares seifcnartiges und eröfnendes Mittel,in Verstopfung der Eingeweide und Gckrösdrüsen an.gerühmt. Einige wollen ihr auch eine gifttreibendcKraft zuschreiben und empfehlen sie besonders widerden Taranrelstich. Herr von Haller aber glaubt Ur.fache zu haben, daran zu zweifeln. Das junge Krautkan als Kohl oder Salat gegessen werden: es ist auchein saftiges und angenehmes Futter für Rindvieh,Schaafe und Kanarienvogel: die Haasen und Kanin,chen gehen selbigem sehr nach, bekommen aber ein übel»schmeckendes Fleisch davon; aus den Blumen hohlendie Bienen Stof zu Honig. Sonst aber ist diese Gan»sedtstel, welche auch nebst diesem Namen, im deutschendie Benennungen Saudistel, Milchdistel, Leber,distei, Haaseiikohl, Saumelck, Gäns- Milchund Wachtelweizen führt, eines der gemeinsten undbeschwerlichsten Unkräuter in den Krautgärten und Gar»rcnländern, und vermehret sich, wegen des bald zurReife kommenden Saamrns, welcher leicht umherfliegt,ungemein. Die Blumen öfnen sich bey heitern Ta»gen, zwischen sechs und sieben Uhr des Morgens, undschliessen sich zwischen eilf und zwölf Uhr Vormittags.

5) Sehr