rosste Gatt. Pippau. Crepis. -5
liebt sie auch trockene dürre Wiesen, auch Mauern, wo Pjppavsonst andere Gewächse nicht leicht fortkommen. Sie ist ei«ne der gemeinsten Pflanzen, dauert nur ein Jahr, undblüht im May und Junius. Ihr eigentliches Vater»land ist fast durchgehends unser Welctheil; doch sindauch Sibirien und kältere Zonen davon nicht ausge»schlössen. Vom Ansehen ist sie graugrün, die Blattersind mit Seitenlappen federhast eingeschnitten, die un-tersten an der Wurzel gleichen fast denen an dem £6-wmzahn, die Stammblatter aber denen vom Herbst-Löwenzahn. Der Stamm, welcher nach Beschaf-fenheit des Ortes, wo er wächst, von verschiedenerHöhe ist, hat Ecken und Furchen, und treibt ausge-streckte Seikenäste, welche zuweilen nicht viel kürzerals der Stamm selbst sind. An diesen Aestcn sitzennoch einige unzertheilte, glcichbreite, sehr schmaleBlatter, welche an ihrer Basis etwas pfeilförmigsind, und einen ungerolltcn Rand haben. Die Blu-men sind gelb, und hangen niemals unterwärts, son-dern sind meistens senkrecht aufgerichtet: die Griffelan den Blümchen sind beym Hervorbrechen braun.
Der Kelch hat seiner Länge nach klebrige Haare. DieSaamenkrone ist ungestielt. So bekannt und gemeinübrigens dieses Gewächs auch nur immer ist, so vie-len Verwirrungen sind doch, bey derselben Bestim-mung, die Pflanzenkenner ausgesetzt: es mag diesesvielleicht daher kommen, weil eben dieses Gewächsgar sehr vielen besondern und öfters auch merkwürdi-gen Veränderungen unterworfen ist, welche vermuthlichihren zureichenden Grund auch in dem verschiedenenStandort dieser Pflanze haben. Der Gebrauchist nicht bekannt. Es öfnet dieses Gewächse sei-n« Blumen früh um vier Uhr, und schließt sie znMittag.
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