io49sie Gatt. Wegwarte. Ljekorium. irz
Nebenaste, er ist steif/ und sowohl als die Blätter Weg.rauch. Die untern Blatter sind groß und lang/ und warte,in viele gekcrbrc/ oder gezahnte Einschnitte tiefer oderseichrcr getheilck; die obern sind kleiner und wenigergckheilet. Auf der Spitze des Stammes sowohl/ alsan den Nebenasten sitzen große blaue Blumen/ fastimmer paarweise gemeiniglich dichte aneinander. Auchgiebt es eine Spielart mit weißen Blume»/ welcheaber selten anzutreffen ist. In den Apotheken sind dieWurzel/ das Kraut/ samt den Blumen und Saamenzu finden. Da man sie zum Gebrauch auch für dieApothecken anbauet/ so ist zu bemerken/ daß ihr An.bau zwar ihren Geschmack , nicht aber ihre Heilkräfteverbessert: sie unterscheidet sich dadurch von der wil«den/ daß jene nur tiefere/ und gleichsam sichelförmigeEinschnitte in den Blattern hat, und daß im übri.gen beyde/ die wilde sowohl als die cullivirte/ miteinander dem ausscrlichcn Ansehen nach übereinkommen.
In den jungen Pflanzen führen die Wurzel/ Stammeund Blatter einen milchigen Saft bey sich , welcher inderjenigen Pflanze, welche wild wachst, »»gemein bit.ker schmeckt: dieser mrlchartige Saft scheint sich aberdoch in der angebaueten zu verändern, dergestalt, daßselbiger mehr schleimig und weniger bitter ist. Indiesen schleimigen und milchahnlichen Theilen habendie Wurzeln ein gelindes feuerbeständiges wesentlichesSalz, welches anzeigt, daß es ihr nicht an Bestand»theilen fehle, eröfnende, reinigende, auflösende, stär-kende, und verdünnende Kräfte zu ausser». Aus die.scn Gründen wird noch heut zu Tag besonders derausgepreßte Saft von den Aerzten in der Hypochon.drie, Verstopfung der Leber, der Gelbsucht, demScharbock mit Nutzen gebraucht. Auch in der Kücheist ihr Gebrauch, mit Wasser abgekocht, oder als Salat,so wie das Kraut als Zugemüße bekannt; eben so be«kannt sind die mit Zucker überzogenen Wegwartwur.jeln. Auch getrocknet kan man die Wurzeln statt des
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