lotste Gatt. Wegwarte. Cichorium. 12s
Die Blatter sind breiter, oben runder, und an der Weg.Seite nicht eingeschnjtten, wie an der vorhergehenden, warte.Die Zweige stehen mehr horizontal, und die Stämmewerden nie so hoch. In den englischen Gärten, nachMillers Versicherung, sieht die krciilsrc C'rivlvie,welche Linne nur für cmc dloße Abänderung halt, ineinem weit größer« Werthe als die gemeine glatte.
Sie soll sich wegen ihrer weniger« Bitterkeit, so wiewegen ihres mildern und zarter« Geschmackes, diesenVorzug eigen gemacht haben. Obschon aber, wiekurz vorher erwähnt, der Ritter die krause Elldlvienur für eine bloße Abänderung halt; so scheint selbi-ge doch nach Millers Erfahrung keine zu seyn. Daselbiger beyde Arten fast vierzig Jahre gezogen, undnicmal wahrgenommen, daß sie sich je verändert hät-ten, als daß die krause Art mehr oder weniger ge-kräuselt wäre, so scheint diese Beobachtung doch voneinigem Gewichte zu seyn, und wenigstens die künftigeAufmerksamkeit erfahrner Gärtner zu verdienen. Im-Wuucr und Herbst werden beyde Arten häufig zumSalai gebraucht; man sticht sie deßwegen, so lange esdie Witkcrniig zulaßt, zu erhalten. Eine fast voll-ständige Anweisung, wie diese Pflanze kractiret wer-den muß, damit man sie im Herbst und die Wintermo«nale über in möglichster Vollkommenheit habe, giebtgleichfalls Miller in seinem Gärlnerkex. 1. Land S.
?l l. u. f.
Herr Bergrath von JacqlUN führt in feinen Ob-serv. fasc. IV. tab. 80 eine gewiße Art dieserGattung unter den Namen Cichorium pumiluman, welche in gar vielen Stücken, mit dieser üdcrein.zukommen scheint. Diese Zwergwegwarte ist gleich,falls nur jährig, und wird selten über einen Schuhhoch. Das Vaterland ist auch von dieser unbekannt.
3) Dor-