Band 
Neunter Theil. Von den Kräutern.
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142 Vierte Classe. l yter Abschn. i ste Abthetl.

Echartt calycinis apice seariosis obtusis patulis colorati»,floribus terminalibus. LINN. Sylt. Veg. p. 604.Sp. Pi. p. 1148. Cirsium inerme, foliis scabris:inferioribus ex sinuato dentatis, squamis calycumsubrotundis membranaceis. GMEL. Sib. 2. p. 72.tab. 29.

Dieses sibirische Gewächse kommt dem ersten Anse-hen nach mit der kurz vorher beschriebenen Alpen-scharte übcrcin. Es hat einen eckigen Stamm, wel-cher fast immer drey bis vier Schuhe hoch wird; undsich in verschiedene Aeste theilet, welche aufrecht stehen,und von denen jeder sich oft mit drey gestielten Blu-men endiget. Diese sind so groß wie die rothe Korn-blume. Die Kelche sind rauschend, und ihre Schup-pen häutig, weich, gefärbt, wie an einigen Flocken«blumcn-Arrcn. Die Saamenkrone ist weiß DieBlätter sind lanzettförmig, und laufen etwas an demStamme herunter: die obern sind glatträndig, rauh,dieses aber vorzüglich am Rande. Die Inwohnerder Stadt Iacut bedienen sich des Absuds der Wur-zel dieser bittern Scharte, welche inwendig weiß, undeinen bittern salzigen Geschmack hat, gegen die Venus,seuche und wider die damit verbundenen Knochen-schmerzen.

rzt« 13) FlockenblumenartigeScharte. Serratula

Art. centauroides,

Unsers. n ,i t [ rt O.uerstücke getheilten, schiefen, spitzigen, glatten, tttri

zeichen. bewehrten Blättern, mit scharfen Spitzen versehe»nen Kelchschuppcn, wovon die innern rauschend sind,

Serratula foliis pinnatifidis obliquis acutis glabrisinermibus, squamis calycinis mucronatis: interiori-bus scariosis. LINN. Syst. Vtg. p. 604. Sp.Pl. p. 114S. Carduus caule ramoso, foliis pinna-tifidis : foliolis dentatis, squamis ex lanceolato spi-nosis. GMEL. Sib. 2. p. 44. n. Z8- t. 17.

Diese wachst gleichfalls in Sibirien ursprünglichwild. Die ganze Pflanze ist einen Schuh hoch. Die

Aeste