i44 Vierte Classe. lyter Msckn. isie Abtheik.
schatte Diese ist ein-'s der gemeinsten und beschwerlich»sten Unkräuter, welches sich jährlich häufig auf denAeckern und auf Wegen hin und wieder unter dem Ge«treyde, besonders unter dem Haber, durch ganz Eu«
' ropa zeiget. Die'Dlühczeit ist der Monat Julius \Und August. Der Stamm ist auinchk, eckig, wirdgegen drey Schuh hoch, und theilt sich r» verschie-dene Acste. Die Blatter alle, die obersten auvge-vommen, weiche zwischen den Blumen sitzen, sindfcdcrartig eingeschnitten, und haben dreyeckige hinund her gebogene Lappen, deren Ecken mit einemStachel besetzt sind. Die obern Blatter sind nichttief eingeschnitten, aber sehr scharf gezähnt, und anjedem Zahn ebenfalls mit einem Stachel bewafnet.Auf der Spitze dcS Stammes und der Aeste stehendie purpurfarbenen Blumen, bald einzeln, bald paar.weise beysammen. Dieses schwer zu tilgende Unkrautunserer Fruchtfelder ist den Schaafcn auf der Braa»che, und andern Orten, bey seinem ersten Aufgrü-nen ein sehr angenehmes Futter, dessen junge säst.reiche Blattcrchen und Keime sie begierig suchen; so-bald cS hingegen alter ist, wird es von keinem Viehmehr berühret Schaber in seinen Sammlungenvermischter Schriften giebt zwar ein Mittel an, bir-st beschwerliche Habcrdistcl auf den Wiesen looß zuwerden, allein es bestehet in nichts andern, als inder sorgfältigen und mühsamen Aushackung aller Wur.zrln, welches im May und Junius jede vierzehn Ta-ge geschehen muß. Die Bienen gehen den Blumensehr nach. Die Saamenkroncn, mit Haaren ooeeWolle vermischt, können zu geringen Decken verar-beitet werden. Die Asche von dieser Pflanze soll;um Glasmachen dienlich seyn.
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