i6o Vierte Classe. lyterAbschn. isieMtheil.
Distel. vind. 282. Carduus foliis lemiplnnatis : pinnis se-
mibilobis, capitulis inermibus singularibus. SAUV.monlp. 292. Ciifium radicibus bulbosis, filiis se-inipinnatfs, pinnis angulosis, ciliatis, floribus nu-dis. HALL. helv. n. 177. WORTS. hüt. 2. s.
7. t. 29. s. 27. 28. Carduus pratensis asphodeli Iradice, latifolius. C. BAUH. pi». 377. Carduusbulbolus monlpeliensunn. LOB. Ic. 10. /3) Car-duus pratensis, asphodeli radice, foliis tenuiter in-cilis. C. BAUH. pin. 377 - Acanthus fvlveltrisalter. liALECH. lugd. 1444. Jacea aculeata f. tu-berosa. TABERN. Ic. 154.
Diese wächst ursprünglich an Graben, feuchtenWiesen, und überschwemmten Orten, um Montpellier/Leipzig, so wie in Böhmen, Oesterreich, der Pfalzam Rhein, Schlesien und in der Schwcitz wild. Siehat eine perennirende Wurzel, welche aus mehrernspindelförmigen, fleischigen, schmutzigweißen, im Kreftse stehenden nnschmackhastcn Knollen besteht, und auswelchen ein einfacher, aufccchrsiehendcr, gestreifter,stachcllooßer Sramm hervorkommt, der mit einer weiß«lichten Wolle überzogen ist, und die Höhe von einem,zween auch dreyen Schuhen erreicht. Die zu beydenSeiten etwas wolligen Blatter sind lanzettförmig, undam Rande, welcher zuweilen mehr, zuweilen wenigergezahnt, selten aber ausgeschweift oder cingeschnikcenist, mit weichen Dornen besetzt; sie laufen mit ihrenuntersten Enden etwas am Stamme herunter. DieBlumenstiele oder vielmehr die wenigen Aeste desHaupksiammes sind sehr lang, fast ohne Blatter, undkragen einzelne purpurblauc, selten weiße Blumen.
Sie ist nicht nur grün, sondern auch als Heu allemViehe, besonders aber den Schaaftn verhaßt, dochkan man dem größer» Vieh ihre grünen Blatter ge»stampft zu fressen gebe». Will man sie auf den Wie.srn ausrotten, so muß dieses im Brachmonat gesche.hen, und muß tief ausgegraben werden.
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