Band 
Neunter Theil. Von den Kräutern.
Seite
166
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1 66 , Vierte Classe, i yter Abschn. i sie Abtbeil.

Distel. na;cus, fl-ribus purpureis glomeratis. TOURNEF.

Inst. R. H. 44!..

Diese ist eine jweyjährige Art und wachst ursprüng-lich in Engeland, Frankreich/ Spanien , Portu-gal/ auch in Dcustchland und in der Schweitz wild.Sie hak eine große/ ausserhalb schwarze/ innerhalbweiße Wiirzel, welche nicht unangenehm von Geschmackist/ aus welcher ein drey bis vier £ka hoher Stammhervor kommt/ der mit einer grauen Wolle überzogenist. Die 'Blatter sind groß , in doppelte Querstückegetheilt/ auf dex Oberfläche grün/ und auf der Unter-flache weiß, und an ihren Rändern mit häufigen gro-sen Stacheln versehen. Die Blumcnköpse sind rund/und stehen wie kleine Acpfcl auf der Spitze des Stam-mes und der Acste beysammen. Die Kelchschuppensind blätterrcht , mir einer feinen Wolle überzo-gen/ und endigen sich mit einem gelben Stachel. Lo-bet sagt/ daß man sie insgemein Möllä'Lplakte nen-ne, weil sie oben ganz kahl/ wie die geschorncn Mönchs-köpse, waren Auch sehen sie, ehe sie aufblühen, garsehr den Meerapseln, oder € 0 ?cerfletten gleich. ÖleAlumen sind meistentheils puxpurroth, auch zuweilenweiß. Die Säumen sind weiß, beynahe yval, platt,und schief gegliedert. Der Saamcnboden ist, nach Herrnvon HaUrr, wie bey den Artischocken eßbar: welchesdiese Art mit mehrern ähnlichen Disteln gemein hat,-erc» Saamcnboden, ehe die Blumen aufblühen/ mei«stenkheils fleischig und saftig ist. Eben dieser großeKräuicrkcl.ner, hält diese Distelart für eine der schön-ste» , welche überall auf allen Berggegcnden durch dieganze Schweitz häufig vorkommt,

2Zst« 23) Höchste Distel. Carduus altissimus.

^ rtf Mit sägeartig,-gezähnten, unbewehrten, ausgeholten, inUnters, Querstücke getheilten, ungestielten Blättern, einemzeichen. stark ästigem Stamme, und wolligen, fast sage

grcig gezahnten Kelchen,

Carduus foliis sessi; : buspinna-