Band 
Neunter Theil. Von den Kräutern.
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349
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b)47Osie Gatt. Coeuzpflanze. 8enecio. 349

■Seneri» fiori-bus hermaphroditis: foliis amplexicnu- EreUj-libus pinnato - sinuatis. SCOP. Cani. i. p. Z8v. pstgnrrri. 1. efo 2. n. 1063. Senecio foliis araplexicau - V *libus siubpinnatifidis sinuatis; flosculis omnibus tu-bulosis monociinis. NECK. galkb. 353. Senecionsinor vulgaris. C. BAUH. pin. 131. Senecio si.Erigerum minus. LOB. Ic. 225. Erigeron minus.

DOD. pempt. 641. Senecio Erigeron. TABERN.

168.

Diese Art wachst als ein nur zu bekanntes und-beschwerliches Unkraut durch ganz Europa an gebau-ten und ungcbautcn Orten, in allen Garten und Kü»chcnfcldcrn wild, und blüht vom Merz an durch denganzen Sommer. Man nennt sie im Deutschen ins-gemein, ausser der gewöhnlichen Benennung Kreuz-kraut, auch Grindkraut, Grimmkraut, Golo-kraut, Sauwurz, Speykraut, auch Würgckraut.

Auf französisch heißt sie Senegon und auf englischGroundseil. Sie hat einen aufrechten Stamm,welcher oft einen Schuh hoch wird, und sich in ver»schiedcne Aeste theilet. Die Blatter sind dick, fin-schig, und federartig cingeschnitten. Die Blumensind gelb, und bestehen aus lauter röhrigcn Halbblüm»chen. Man gebraucht dieses Kraut itzt gar nichtmehr, weiß auch nichts gewisses von seinen Kräftenzu sagen; ihr Geschmack ist etwas salzig und kohlar-tig. Ehemals hat man es äusserlich als ein erwei.chendes, zertheilcudes und citerbefördcrndes Mittelgebraucht. In Milch gekocht oder nur Butter gebraten,wird es wider die in den Brüsten stockende Milch, gol-dene Ader und Gicht gelobt. Zerquetscht legen esdie Schweden auf Blutgcschwüre: die engelandischenRoßarzte geben den ausgepreßten Saft den Pferden,wider die Würmer Lotts ein. Auch wird dieser Saft,zu zwey Unzen genommen, wider die Wärmer inmenschlichen Gedärmen empftlen, auch wider die Ko-lik wird er gelobt. Die Schaafe rühren dieses KrautLicht an, die Bienen aber gehen demselben sehr nach:

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