lotste Gatt. Garben. Achillea, sL9
einen aufrechtstehcndcn, blakterichen, einen bis an« Garbenderthalb Schuh hohen Stamm, an welchem lange,schmahle und mit ungefehr fünf und zwanzig Paarfeinen, zierlichen, gezahnten Blatchen doppelt gefiederteBlatter, in abwechselnden Reihen feste aufsitzen. DieBlumen bilden einen flachen Strauß. Die grünlichenKelchfchuppen sind am Rande braun. Die Zwitter-blümchen sind gelblicht, die geschweiften oder weibli-chen Blümchen vier bis fünf an der Zahl, und weiß.
Noch giebt es zwo Spielarten, eine mit blaßrothen,die andere mit ganz rochen Blumen, wovon erstere hinund wieder an den Sträuchen, letztere nicht leicht wildwachsend, sondern nur in Gärten angetroffen wird.
Das Kraut schmeckt etwas zusammenziehend, bitter undgelinde gewürzhaft; letzterer Geschmack ist weit merk-licher m den Blumen, besonders wenn man sie zwi-schen den Fingern zerreibt. Man zieht auch aus ihnenein starkriechcndcs und durchdringend schmeckendes Del,welches die besondere Eigenschaft hat, daß es eineblaue Farbe bekommt, wenn eS aus einer Pflanze de«stillirt wird, die in einem fetten Boden gestanden; hin-gegen blaßgelb aussiehet, wenn es aus einer Pflanzegezogen wird, die von einem magern oder sandigenGrunde ihre Nahrung erhalten hat. Das waßcrichteExtrakt hat einen bittern und herben, aber keinen ge-würzhaften Geschmack; das geistige hingegen ist ge«würzbafk, und hat einen gelinden hitzigen durchdrin-genden, dem Kampher in etwas ähnlichen Geschmack,auch besitzt es noch etwas Bitteres und Herbes. Ei-nige verschreiben die Blumen und das Kraut zusam-men. Nimmt man bloß auf das gewürzhafte Rück-sicht, so sind die Blumen, will man aber ein stärken-des Mittel haben, das Kraut vorzuziehen. DiesePflanze hat sich als eine stärkende oder zusammenzie-hende Arzney berühmt gemacht Stahl bediente sichihrer hauptsächlich zu dieser Absicht. Sie hat auchkrampsstillcnde Kräfte. Auch auf die Nerven wirkt sie,Llnnepflan;ensyst. IX.TH. L l wel-