Ringel-
blume.
i8 Vierte Classe. lyterAbschn. 4 te Abtheil.
maior. C. BACH. pin. 275. y) Caltha floribusreflexis, eiusd. pin. 279. </'- Caltha prolifera maio-ribus floribus, eiusd. pin. 275- 1
Dieses sehr bekannte Gewächs, welches man imfranzösischen Louci, im englischen Marygold undim deutschen Ringelblume , Goldblume, Butter-blume, Dotterblume und Warzenkraut nennt,ist auf Brachackern, Schutthaufen und ungebautenOrten in unserm Welttheile ursprünglich zu Hause.
ES hat ästige gestreifte Stamme, die einen bis an« :derthalb Schuh hoch werden. Die Blätter sitzen an jselbigen fast wechfelsweise; die untern sind eyförmig :und stumpf zugerundet, die folgenden ebenfalls eyför- jmig und zugespitzt, die obersten sind lanzettförmig. !Dir Farbe der Blumen, die bald einfach, gefüllt und !jungetreibend sind, ist bald citronen- bald safrangelb; !sie stehen einzeln auf der Spitze des Stammes und der !Beste. Die ganze Pflanze hat einen sehr scharfen Ge.scbmack, welcher sich besonders an der noch frischenPflanze, an den Blumenblättern und besonders anden Stammblattern aussen, der aber durch das Auf,trocknen gänzlich verlohren gehet, weswegen man die-ses Gemachs auch zum Arzneygcbrauch nicht so oftmehr nimmt. Einige verfälschen mit den Blumenblät-tern den Safran, die auch, wenn man von ihnennoch einmal so viel nimmt, eine Farbe wie Safrangeben. Man hat sie für ein bewährtes eröffnendes,schweißtreibendes Mittel gehalten, auch sie wider zäheSäfte, verstopfte Eingeweide, unterdrückten monatli-chen Fluß, Geibsucht und ähnliche Krankheiten ge-braucht. Sie hat, frisch gebraucht, allerdings eine ein-schneidende Schärfe, so daß man Warzen mit ihr weg,bcitzt, und durch frische aufgelegte Blätter die harkeHaut unter den Füsen und den Rand der Geschwüreerweicht hat. Die Blumen waren ehemals in großemAnsehen wider bösarilge Krankheiten, ja selbst wider j
die