nvste Gatt. Falzblume. ^licropus. 41
Dieses sonderbare Gewächs, welches einige für Filz«das Leontopodium des Dioskoribes gehalten ha. kraut,den, wachst auf den höchsten schweizerischen/ walliser/österreichischen/ krainischen und sibirischen Alpen ur.sprünglich wild. Es hat eine dicke schwarze Wur»zel, aus welcher ein reich mit Blattern besetzterCramm einer Spanne hoch hervorkomint / der durch,gehends mit einer aschgrauen Wolle überzogen ist.
Auf der Spitze desselben steht ein überaus wolliger/durch die Biacchen gebildeter Stern/ in dessen Mittedie fünftheiligen hermaphrodttischcn Halbblümchen st.tzen/ die bald von weiblichen bald auch von gcschlcchte«loosen umringt sind. Diese Blümchen alle sind bleich,gelb/ und der ganze Blumenkopf scheint nichts alsWolle zu seyn/ daher man sie auch Wüllblume ge.nennt hat. Das Kraut ist bitter und besitzt zusam-mcnziehende Kräfte. Die Blumen haben einen sehrangenehmen Geruch.
iioste Gattung.
' Falzblume. Micropus. Falz-
blume.
LINN. Gen. Plant. nr. 996. ed. nov. nr. 1080. IMicro-
pus.
Cr\ic wesentlichen Kennzeichen dieser Gattung sind:
ein mit Spreublätchen besetzter Blumenboden: Kenn»Saamen/ denen die Haarkrone fehlt: ein gedoppelter znchenKelch: fehlende Strahlblümchcn/ und weibliche Halb- bei Gat«blümchen/ die in den Kelchschuppen gleich in einem tung.Falze liegen/ welcher Umstand auch die deutsche Be.
Nennung veranlaßt hat.
Folgende zwo Arten gehören hieher:
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