Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
Seite
89
JPEG-Download
 

mate Gatt. Veilchen. Viola. 89

gelben, und die wirklich dreysarbigen sind nur in Gar- Deil«ten anzutreffen, wo sie wegen ihrer Grösse und annehm- chrn.lichen Farben sehr gut in die Augen fallen, da die aufden Aeckern wild wachsenden meistens kaum halb so gro»se Blumen hervordringen. Das dreyfarbige Veilchenist, ob es schon bisher in den wenigsten ApotheckenEu-ropens und Deutschlands einheimisch gewesen, nichts-destoweniger em sehr wirksames Gewächs, dessen Heil.froste und eigene Bestandtheile besonders in den neuernZelten durch H. D S krack m Man«; so wie durchH I). Hause in Erlangen, dessen lcscnewürdige Slrelt«schrlst de V;ola tricolore Erlang. 17x2- wir je-dem zum nachlesen empfehlen müssen, in ein ungleichhelleres Licht gejezt worden, alö m welchem selbigevormals waren. Die Blumen geben den Bienen Stofzu Honig; von den Schaafen aber wird das Krautnicht angerührt.

17) Großblumiges Veilchen. Viola gran- 17 **diflora. Art.

mit einem dreyscitigen einfachen Stamme, langlichten H nt<r "Blattern, und in Qucerstückc getheilten Blatansazen,

Viola caule triquetro simplici , foliis oblongiulculis, dungs»stipulis pinnatifidis. LINN. Syst. Veg. p. 668. zeichen»IMant. Pl. i. p. 120. Viola caule erecto pauciflorofoliis iniis subrotundis , caulinis ellipticis , stipulissemipinnatis maximis. HALL. helv. n. 566. t. 17.videtur cum sequenti confundere HUDSON. FLAngi. T. II. p. 380, Viola montana tricolur odora-tistima. C. BAÜH. pin, 109. Viola montana luteagtandiflora. ejusd. pin. 200. BARR. Ic. 691. 6.,2.

Die schweizerischen und pyrenaischen Gebürge sindvon dieser das Vaterland. Sie hat einen hohen, asti-gen, blattereichen, mit Blatansajen versehenen Stamm,der dem vorigen im übrigen vollkommen ähnlich ist. DieBlume ist überaus groß und gelb: die Kronblakcheney»rund , so lange als die Blatter, der Sporn noch ein-F s mahl