Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
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126 Vierte Classe. 2vter Abschnitt.

® ec Dieses ganz besondere Gewächs, welches seines

Priap. glichen in dem ganzen Pflanzenreich gewiß nicht hat,ist sowohl auf Zcylon an Bachen, als auch auf denMolukkischen Inseln auf Gebürgen zu Hause. DerRitter gab diesem Gewachst eben den Namen, den schonvor ihm E>reyn selbigem gegeben, und welcher anzeigensoll, daß selbige im Stande wäre , irgend jemand dersie entdeckte und vorhin noch nie gesehen hatte, vorVerwunderung und Freude über seinen gefundenenSchaz außer sich selbst zu stzen. Don den Ewgale«fern wird selbiges Vandura genennt, und nach Rumphheiß- sie sscmmNll'ÜM', weil sie, wie bald folgen soll,eine wirklicheKanne tragt. Es steigt diese äustrsi merk-würdige Pflanze mittels ihres schwammichten, dicken,runden Stammes, welcher mit breiten länglich en glat-ten wcchstlsweist festsitzenden Blattern versehen ist, indie Höhe. Die starke Rchbe dieser Blatter endigec sichin eine lange geschlangclte Gabel, an welcher ein häu-tiger glatter holer Schlauch hangt , der mit einem De-ckel versehen ist, und solchen mittels des aus den Wur-zeln eingezogenen vielen Saftes, durch welchen er auf»getrieben wird, von sclbsicn vsnet, und alsdann voll-kommen das männliche Glied mit der Eichel vorstellet.Diese Schläuche oder Kannen enthalten von einem süs-scn, hellen, lieblichen erfrischenden und stärkenden Was-ser so viel in sich, daß das Wasser von sechs bis achtSchlauchen hinlänglich ist, den Durst eines Menschenvollkommen zu stillen.

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