12g Vierte Classe, -oter Abschnitt.
Ayenie der Passionsblume; das sonderbarste aber undwovon man im Reiche der Gewächse noch keinBeyspiel hat, ist, daß die Blatter der Krone selbstinei-nen stachen Stern an die Spitze des Bodens zusammenwachsen, mit welchen ste auch ein Körper werden undihre eigene Natur, vermöge der sie weich und gcfärbssind, ablegen, dagegen dre Nagel der Kronblätter sichauswärts krümmen, und gleichsam ein Gitrer um dieBlume machen. Hierzu kommt auch eine nicht weni-ger sonderbare Eigenschaft , daß sich die Staubfädenüber diesen sternförmigen Körper, der etwas mittlereszwischen dem Griffel und der Blumcnkrone ist, anhän-gen, und die an der obern Seile wie ein Staubbeutel-gen aussehen, welche aber leer sind; an der untern Sei-te dieses Sterns hingegen befinden sich die Staubbeu-telgen ohne Fäden mit vollkommenem Staube. Indernatürlichen Ordnung ist diese Pflanze unstreitig am näch.sten bey den Siden und MallherieN und den andernSäulentragenden (Columniferis) ; woher auch un-fehlbar folgt, daß ihre Kraft in der Arzn.ykunst schlei-mig, und,hr Nutzen ist, scharfe Feuchtigkeiten einzuwi-ekeln, und die Fasern zu erweichen und schlüpferig zumachen. Slvckh. Abh. i8- B. S. ix. u. f.
Zwo« 2 ) Filzige Ayenie. Ayenia tomentosa.
mit eyrund- fast rundlichten filzigen Blatter», Ayenia fb-UnKrf. liis ovato-subrotundis totnentosis. LINN. Syst.
zeichen. Veg. p. 68;. Sp. Pl. p. 1354. LOEFL, It. 260 j26 r.
Loeßing entdeckte diese bey Cumen wild. Die Ge.stalt der Blumenkronen kommt an dieser in sehr vielenmit der vorigen überein.
Dritte 3) Große Ayenie. Ayenia magna.
A**' mit herzförmigen zartharigen Blattern,ungestiellcn Frucht-Unters. knoten, und einem ausgeholten Honigbehaliniß,zeichen. A * eni *