urzte Gatt. Schlangenkraut. Calis. 155
kündige Blatter hervor, die auf langen/ obenwarts Schlan«dreyeckigen, eine gute Spanne, auch wohl einen Schuhhohen Stielen stehen. Zwischen denselben steht der ebenso lange einfache, blatterloose, glatte, runde und hohleStamm, der die herzförmige obenwarts weise, untengrüne Blumenscheide tragt, welche eysörmig unten zu-sammengeschlagen ist, und oben sich in eine lange Spitzeendigt. Der fingerförmige Kolbe, welchen man denFruchtboden nennen könnte, ist nur halb so lang als dieHülse, und wird von selbiger unterwärts umfaßt. DieBeeren werden im August und November reif und sindroth.
Man muß an dieser Pflanze so viele Blumen an-nehmen, als man Eyerstöckc und hernach Beeren findet;da diese aber aste dicht aneinander, nnd die Staubfadenüberall darzwischen sich befinden, so ist es ungewiß, wieviel von diesen zu einer Blume gehören. Die aethlv-plsche vorhergehende Art aber leidet eine Ansnahme,in welcher der Kolben nur untenwarts mit gemischtenFruchtwerkzeugen, obenwarts aber mit blosrn männli-chen versehen ist.
Man hat in theuern Zeiten in Schweden aus derWurzel Brod gebacken, nachdem mün sie im Frühjahr,da sie sich leichter vom Moraste löset, gesammlet, undim Backofen zuförderst gedörrt hatte: sie soll übrigensdem Gifte widerstehen und schweißtreibend seyn, wirdaber in der Arzneywissenschast wenig oder gar nicht gr.braucht.
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