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5 (1831) Geschichte der Erd-Oberfläche / von Johann Gottfried Sommer
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Alveoliten (Wabenkorallen, wegen ihrer Ähnlich-keit mit Waben oder Honigscheiben in Bienenstöcken).Jene werden meist in den jüngern Gebirgsarten, dieseauch in den ältern anbetroffen. Zu den schwamm-artigen Thier-Versteinerungen gehören die Spongi -ten (Steinschwämmc) und die Fungiten (Pilzkorallen).Die Oberfläche des runden, flachen, bisweilen ästigen Kör-pers ist mit vielen runden, größer» oder- kleinern Löchernbesetzt. Diese Versteinerungen werden schon in denUeber-gangsgebirgen häufig gefunden.

Die Pflanzenthiere stehen auf einer höhernStufe der Ausbildung als die vorigen, indem der orga-nische Bau hier schon deutlicher hervortritt. Nur ist dasThierische noch nicht genug von dem Pflanzlichen geschie-den, und das Thier ist z. B. wie die Pflanze, lebens-länglich an seine Geburtsstätte gebunden. Krügertheilt die Versteinerungen dieser Ordnung, wie die leben-digen Thiere selbst, in drei Klassen ein.

Zur ersten Klasse, den kraut- oder gewächs -artigen, (Polypiten), rechnet er alle jene, ge-meiniglich unter dem Namen Korallen bekannten Pflanzen-thiere, welche, wie die Kräuter im Pflanzenreiche, keinenlangen Stiel, sondern eine scheibenförmige Gestalt haben,und aus einer harten steinartigen Masse bestehen, derenOberfläche mit Säugöffnungen besetzt ist. Anfangs istder Körper weich, wird aber später, wie die Muschelschalenund Schneckenhäuser, immer härter und größer. Die meiststernförmigen Säugöffnungen sind einzelne Thiere, welche,den Baumblüthen ähnlich, als auf einem gemeinschast-

Gcm. i>. phys. Welt. V. Bd. G«sch. d. Erd-Oberfl. I