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5 (1831) Geschichte der Erd-Oberfläche / von Johann Gottfried Sommer
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- Die Knochen der größern Thiere sind in geringererAnz^I vorhanden, und der Umstand, daß die Hyänen-knochen eben so zerstückelt sind wie die übrigen, macht es,in Verbindung mit der bekannten Vorliebe der Hyänenfür faules Fleisch und todte Thiere, wahrscheinlich, daß sieauch die Aeser ihrer eignen Gattung gefressen haben.Buckla n.d.erwähnt einer Stelle aus Browns Reisenach Darfür, wo dieser bemerkt, daß wenn eine Hyäneverwundet worden, die andern sogleich über sie herfallenund sie auffressen. Das kevien' erinnert

hier (a. a. O.) auch an einen Fall, der sich in derMena -geriedes Pflanzengartens (llurckin äes klnntes) z uParis ereignet hat. Eine alte Hyäne hatte zufällig daseine Bein gebrochen. Noch ehe es wieder geheilt war, bißsich das Thier eines Abends den ganzen Fuß ab, und amandern Morgen fand man, daß es denselben mit Haut undKnochen verzehrt hatte. Daraus erklärt sich auch, warumsich in der ganzen Hohle nicht ein einziger erhaltener Schädelgefunden hat. Buckland glaubt, daß die Hyänen sieaufgebrochen, um das Gehirn zu verzehren. Die Bären-knochen in den teutschen Höhlen, z. B. der Gailen -reuther, sind, wie Buckland bemerkt, meist nochim vollkommenen Zustande, ungeachtet diese Thiere mehreGeschlechtsfolgen hindurch darin gelebt haben müssen.Aber da ihre Zähne nicht zum Zermalmen großer Knocheneingerichtet sind, so mußten sie wohl die Ueberreste ihrereignen Sippschaft unberührt lassen.

sind, auch erst durch das Wasser, bei der Üeberschwemmung der

Höhle, hineingerathcn seyn.