2 r i,
einzelne Knochen, gefunden. Baron von Schlot-heim besitzt in seiner Sammlung ein Stirnbein,einen obern Kinnbacken mit erhaltenen Zahnen,ein linkes Hüftbein, einen linken Armkno-chen, einen Gelenkkopf, und noch mehre andereBruchstücke von Knochen *). Diese Menschenknochenbefanden sich unter fossilen Ueberreften von mehren Gat-tungen großer Landsäugethiere, z. B. Hyänen-, Löwen-,Nashorn- und Ochsen-Knochen, Hirschgeweihe u. dergl.Sie werden, nach einstimmiger Aussage der Arbeiter,welche in dieser Hinsicht mehrmals auf das strengste ver-nommen worden sind, abwechselnd in einer Liefe von8, 10 bis 15 Ellen gefunden, und zwar in den mit Lehmausgefüllten Spalten des Gypsgesteins, welches übrigensso fest ist, daß es durch Sprengarbeit gewonnen werdenmuß. Oben sind diese Gypslager mehre Fuß hoch ganz mitLehm bedeckt. Schon in frühern Zeiten sind dergleichenfossile Ueberreste ausgegraben, aber aus Unkenntniß nichtbeachtet und theils indenGyPsmühlen mitvermahlen, theilsmktdem Abräume wieder verschüttetworden. Die Menschen-knochen, so wie die Thierknochen, sind mehr oder wenigerverkalkt, aber nur einige der Letzter» von der Gypsmassedurchdrungen. Gewöhnlich finden sich mehre Knochennesterweise in denLehmausfüllungen des Gypses beisammen.
Was nun das Alter dieser Menschen - Ueberrestevon Guadeloupe und Köstritz betrifft: so schei-
*) S. dessen Petrefactenkunderc. Gotha , 1820. S. 1und 2. Die Einleitung enthält von S. bis QXl.