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die darin vorkommenden Gebirgsarten auch in den folgen-den Zeiträumen der Erdbildung wieder aufgetreten sind.Nur das Lagerungsverhältniß und das Vorkommen oderNicht-Vorkommen mit organischen Ueberresten, so wie mitGebirgsarten, die »»bezweifelt einer spätern Zeit angehören,kann jetzt entscheiden, ob eine Gebirgsart zur Klaffe derUrgebirge gehöre oder nicht.
Als Werner zuerst, etwa um 1730 oder 178*,eine eigne Klasse von Uebergangs - Gebirgen aufstellte,begriff dieselbe nur einige Thonschiefer, Sand-und Kalksteine, welche man damals in dem mittlernTheile desHarzes, so wie inSachsen genauer zubeobachten und zu untersuchen angefangen hatte. Später-hin wurden durch von Buch auch einige Hornblen-den und Lydische Steine unter die Uebergangs-Gebirge gerechnet, dergleichen namentlich in Schlesien gefunden worden waren. Noch später zeigte Br 0 chant,Professor zuMoutiers inSavoyen, daß in dendortigen Gebirgen auch Glimmerschiefer, Ser-pentin, Quarzfels und körniger Kalksteinaußerhalb der Klaffe der Urgebirge vorkämen. AehnlicheEntdeckungen machte man im nördlichen Frankreich , woman bisher mehre aus Schiefern, Quarz undHornblende bestehende Gebirge für Urgebirge ange-sehen hatte, die sich nun als Uebergangs - Gebirge dar-stellten.
So auffallend und neu auch diese Beobachtungenseyn mußten: so waren es doch diejenigen, welche dieals richtige Beobachter bekannten gelehrten Geognosten