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5 (1831) Geschichte der Erd-Oberfläche / von Johann Gottfried Sommer
Entstehung
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252
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trifft man das Salz in Begleitung des Gypses an, unddie Meinung fast aller Geognosten läßt die Salzquellenaus großen Massen von Steinsalz, aus Salzstöcken ent-stehen, welche durch das Wasser ausgelöst werden. Imnördlichen Leutschland giebt es zwar kern Steinsalz, aberin den Gypsgcbirgen merkwürdige Höhlen, welche, wieman annimmt, einst von Salzstöcken ausgefüllt gewesensind, die nach und nach das durchströmende Wasser aus-gelöst hat. Daß diese Höhlen nicht gleich Anfangs beider ersten Entstehung des Gypsgebirges da waren, scheinendie von Zeit zu Zeit vorkommenden Erdfäüe zu beweisen.Sie entstehen, wenn die obern Gypsschichten durch Aus-lösung der tiefern Salzstöcke ihre Unterlagen verlieren,und nun zusammenstürzen. An mehren Orten in Teutsch-land hat es vor Zeiten Salzquellen gegeben; aber siesind jetzt verschwunden. Wahrscheinlich gab es in dennoch jetzt vorhandenen Gypsgebirgen dieser Gegenden einstgroße Steinsalz-Massen, welche sich im Lause der Zeitgänzlich auflösten ynd somit das endliche Versiegen deraus ihnen entstehenden Salzquellen herbeiführten.

Steffens hat in seinen Geognostisch-geo-logischen Aufsätzen rc. (Hamburg rgro) S. 29zu. ff-, gegen diese Ansicht vom Ursprünge der Salzquellenwichtige Einwürfe gemacht, und eine andere Erklärungs-art derselben versucht.

Er nimmt seinen wichtigsten Beweisgrund von derUnveränderlichkeit des Gehaltes der Salzquellenher, die um so größer ist, je stärker oder salzreicher dieQuellen sind. Auch kommen solche unveränderlich starke