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5 (1831) Geschichte der Erd-Oberfläche / von Johann Gottfried Sommer
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tief, sondern sind erst durch die Strömungen des Wassersnach und nach ausgespült worden.

Auf jeden Fall gab es also damals eine hinreichendeOberfläche von hohem Ufer und Inselland, um eine be-deutende Menge von Pflanzen hervorzubringen. DieTemperatur war bedeutend höher als jetzt. Daher fandauch eine stärkere Ausdunstung Statt, und die Atmo-sphäre wurde hinreichend mit Feuchtigkeit versehen, welchein Verbindung mit Wärme nicht nur dem Pflanzenwuchssehr günstig seyn, sondern auch die Verwitterung derGebirgsmassen befördern mußte. Durch diese verwittertenTheile der Gebirge gewann der für die Pflanzen geeigneteBoden neuen Zuwachs. Da die Vegetation durch nichtsgestört, durch keine Heerden abgeweidet und keine Winter-kälte vernichtet wurde: so gaben die Pflanzen währenddes Lebens ihre Abfälle, und nach dem Tode ihren ganzenLeichnam dem Boden zurück, aus dem sie entsprungenwaren. Die Dammerde (der Humus) mußte folglichschnell zunehmen und der Pflanzenwuchs immer üppigerwerden.

Was indessen von den Pflanzen durch Winde abge-brochen und umgerissen, oder durch Wassergüsse abge-schwemmt wurde, das konnte schlechterdings nur in dievorhandenen Seen geführt werden. Hier wurde es durchdie Wellen und Stürme eine Zeitlang herumgetrieben,und von den Strömungen fortgeführt, bis es, nach undnach immer mehr aufgelöst und zersetzt, in einzelnenVertiefungen massenweise zu Boden sank. Die an denhohen Ufern und zwischen den Inseln herrschenden Bran-