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II. Bande dieses Werkes, S. 172 (der neuen Auflage)auf die vulkanische Beschaffenheit mehrer Küsten -gegenden des Kaspischen Meeres und auf die daselbst sohäufigen Naphtha-Quellen aufmerksam gemacht. Auchder Boden dieses Meeres scheint zuweilen solchen vul-kanischen Einwirkungen unterworfen zu seyn. Man hatnämlich an mehren Punkten desselben bemerkt, daß dieLiefe des Wassers zugenommen hat, während doch derSpiegel selbst gefallen ist. Engelhard und Parrst*)suchen diese ausfallende Erscheinung durch Einsenkungenund Spaltungen im Boden des Meeres zu erklären, welcheeinen Theil des Wassers in die unterirdischen Tiefenabgeleitet haben. Könnte nicht auch eine ähnliche vul-kanische Umwälzung des alten Meeresbodens in der Vor-zeit eingetreten seyn und den größer» Theil seiner dama-ligen Gewässer verschlungen haben?
XXVII.
Fortsetzung des Vorigen.
Ä^enn es auch nicht geschichtlich erwiesen ist , daß dasKaspische und das S ch wx» rze Meer in der Vor-zeit mit der Ostsee ein Ganzes ausgemacht haben: sofehlt es doch nicht an geognostischen Gründen und selbst
*) S. Moritz v. Engelhard und Friedrich Parrot Reise in die Krim und den Caucasus. Ister Theil,S. 257 bis 264.
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