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Zweyter Band.
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764 Fünfte Classe. IV. Ordn. Aderflägek.

Ob nun zwar dieses die allgemeinen Merkmaledes Geschlechts sind, so hat man doch noch ein undandern Umstand in Absicht auf die Larven und derenVerwandlung in Erwegung zu ziehen.

ßarve» - Es sind nämlich die Larven ehne Flügel, undleben im Wasser, darinnen sie hcrunischwimmcn,tvdhcr denn auch die Benennung Wassernymphe,und Wasserjungfer entstanden ist. Sie haltensich in diesem Zustande gerne in solchen Wassern mil-deren Boden ein rother Sand ist, und leben von einerArt Wasserasselwürmcr. Im Herbst sind sie kaumeinen Vicrtclszol! lang, aber Im Frühjahr haben sieihre ordentliche Größe, und sind alsdann nur etwaskürzer und dicker, oder breiter, als die geflügelteJungfer, die aus dieser Wassernymphe entstehet. Insolchem Larvcnzustande haben sie ain Bruststück sechsgroße Füße, mit welchen sie im Wasser ordentlichherum zu laufen scheinen, wozu ihnen nach RöselSMeinung auch dieses hilft, bgß sie von hinten Was-ser einsangen, und solches mit Gewalt wieder aus«sprntzen. Oben auf dem Bruststück wachsen ihnenvier Höcker oder Warzen, die nach der ersten Ver«Häutung bis zur Hclfte des Hintern Körpers fort,Äachssch und dann endlich die Scheiden der künftigenFlügel ausmachen. So wie nnn verschiedene Artenaus diesen Larven hervor kommen, so weicht auchihre Gestalt in etwas von einander ab. Sie habeneine herzförmige hohle Zunge, die sie lang ausrecken-und wieder unter dem Kopfe verbergen können. DerMagen liegt dicht an der Kehle und an der Speise«röhre, hat eine birnförmige Gcjialt, und endiget sichin einem Canal, der erst sehr enge ist, abernach dem After zu weiter wird. VoM Bruststückbis zum Schwänze lauft ein weiter Canal, aus wel-chem dünne Luftgange bis in die Ringe treten. Ihreöusserliche Farbe ist grau, und etwas gefleckt.

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