io 50 FünfteCl. VII.Ord- UngeßügelLe.
gen haarigen Bürsten besetzt, hintenher dick undrund, nach dem Kopfe zu ab>r spitzig. Die achtFi'ße sind rauhhaarig, und die Farbe des ThierchenSist fast durchscheinend gelb. Inzwischen ist doch eini-ge Verschiedenheit zwischen den Käse - Mehl- undandern Milben. Die Milben auf alten Schweins-blasen; die Milben aufReiß, Mandeln, Habcrinehlund dergleichen, kommen nicht ganz vollkommen mit-einander übcrein. Man schreibt auch manche Krank-heit, als Kratze, Ruhr, Grind, Schwindsucht unddergleichen, besondern Arten der Milben, oder In-scctcn zu; allein diese sind von gegenwärtiger Artetwas verschieden, wie wir hernach sehen werden.
l6. Die Milchmilbe. Acarus lactis.
Milch, In dem altgewordenen Milchraum, oder Saue,milde, desgleichen in den Milchgefäßen, hält sich eine sästLattis. durchsichtige Milbe auf, deren Körper himenberoval und zugestnmpft, desgleichen mit vier borsten-artigen langen Haaren besetzt ist, die das Thierchenim Gehen nachschleppt. Die Schnautze und dieFüße sind einigermassen zicgelfärbig.
17. Die Ruhrmilbe. Acarus dysenteriae.
Ruhr, Der Körper ist glasartig, jeder Fuß ist hintenmilde mit zwey Härchen gewafnet. Der Hinterkörper istvz'len- glatt, eyrund, und hat am After vier bürstenarllgeteriae. Härchen, die fast länger als der Körper sind, undvon einander abweichen, indem zwey oben und zweyunten stehen , und diese Insecten sollen die Thierchenseyn, welche die Ruhrkrankheit verursachen, derenAufenthalt in hölzernen Kannen und Bierfässern ist,wo sauer Bier darinne gestanden.
Es ist dieses in der Arzneywissenschaft eine neueLehre, daß Krankheiten von Insecten herrühren
sollen,