267 Geschlecht. Krebsspinnen. io6l
Sieger zerhackt und zerflcicht seine Cammcraden.Merkwürdig ist es, daß wenn man ihnen einen Fußausreißt, welches gar leicht geschiehet, derselbe Fußsich noch lange Zeit beweget, die Spinne aber ebenso hurtig davon lauft, als ob ihr nichts mangelte,welches sie auch thut, wenn sie nur drey Füße hat.
Ihre Füße inzwischen sind langschcnkelig, und jedesGelenke ist noch mit einem Aftergelenke versehen.
Daß diese Spinnen sich ordentlich begat,ten, und Eyerlegen, daran ist wohl nicht zu zwei-feln; wie aber, und wo sie ihre Eyer hinlegen? isteine andere Frage, welche zu beantworten, wir wei-ter nichts zuverlaßigcs vor uns haben, als wasGoeddaart desfallö wahrgenommen hat, und infolgendem bestehet:
Wenn man Erdschwamme aus den Wäl-dern unter ein Glas im Sonnenschein hinlegt, ver-faulen sie in wenig Tagen, und zerfließen in eineschwarze Feuchtigkeit, da zeigen sich drnn erst eineMenge Würmerchen welche sich in Fliegen verwan,dcln ■ hernach aber findet man noch in der namiichenFlüßigkeit gewisse qlasartiq durchsichtige Körnerchen,fast wie Sandkörnchcn. Diese Körnchen bekomincnnach und nach in sechs Monathen Füße, und end-lich nach drey Jahren wachsen sie zur Größe und Ge-stalt dieser Spinnen an, die man Weberkncchtenennet. Europa.
3. Die Hornschnautze. Phalangium
cornutum.
Der Körper ist plat, die Schnarche bestehet ,au« zwey spitzigen gleichweitigen Dörnern, die Füh- schätzelerchen sehen wie Füße aus, ausgenommen daß sie Lornu-kürzcr sehen. Die eigentlichen Füße sind auch lang. turn.Deutschland.
4. Die