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Ideen zu einer Physiognomik der Gewächse / von Alexander von Humboldt
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vulgaris und tetralix sind gesellschaftlich lebendeGewächse, gegen deren fortschreitenden Zug die ak-kerbauenden Völker seit Jahrhunderten mit wenigemGlükke ankämpfen. Sonderbar, dafs der Hauptreprä-sentant dieser Form blos einer Seite unsers Planeteneigen ist. Von den 137 jezt bekannten Arten vonErica findet sich auch nicht eine einzige im neuenContinent von Pensilvanien und Labrador bis gegenNootka und Alaschka hin.

Dagegen ist blofs dem neuen Continent eigen-thümlich die Cactusform, bald kugelförmig, baldgegliedert, bald in hohen, vielekkigen Säulen, wieOrgelpfeifen, aufrechtstehend. Diese Gruppe bildetden höchsten Contrast mit der Gestalt der Lilienge-wächse und der Bananen. Sie gehört zu den Pflan-zen , welche Bernardin de St. Pierre sehr glücklichdie vegetabilischen Quellen der Wüste nennt. In denwasserleeren Ebenen von Südamerika suchen die vonDurst geängsteten Thiere den Melonen - Cactus , einekugelförmige, halb im dürren Sande verborgenePflanze, deren saftreiches Innere unter furchtbarenStacheln versteckt ist. Die säulenförmigen Cactus-Stämme erreichen bis 30 Fufs Höhe und candelaber-artig getheilt, haben sie eine auffallende Aehnlichkeitder Physiognomie mit einigen afrikanischen Euphor-bien.

^ Wie diese grüne Wasen in den pflanzenleerenWüsten bilden , so beleben die Orchidee n den vomLicht verkohlten Stamm der Tropenbäume und dieödesten Felsenritzen. Die Vanillenform' zeichnet sich