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1 (1811) Geognostische Uebersicht der Schweiz nebst einem systematischen Verzeichnisse aller in diesem Lande vorkommenden Mineralkörper und deren Fundörter / von Christoph Bernoulli
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1-L2 Iura-Fvrmazion.

werde»/ daß die niedrige Vorkctte die im östlichen Thei-le/ und wieder am westlichen Ende (dem 8-ilsve) er-scheint/ die wenigen Ucberrcste einer oder wohl gar meh-rerer niedrigerer Parallelketten sind/ welche einst dieSüdseite des jetzigen Jura ausmachten / und später beider Bildung der SandsteinFormazion theils zerstört/theils bedeckt wurden. Beweise lassen sich freilich fürdiese Vermuthung nicht führen / da nirgends im In-nern jenes Gebildes das Aufliegen des Sandsteins aufsolche bedeckte Zurabcrge beobachtet wurde. Nirgendsist die SandstcinKormazion tief genug cingeschnitten /und nirgends finden sich Bergwerke/ welche Aufschlußversprechen könnten.

Daß dieses Gebirge ferner mannichfaltig in die Län-ge und Quere durchrissen / hie und da auch durch Erd-beben zerklüftet/ und durch Gewässer ausgewählt wor-den / daß sehr viele Wände auch im Innern eingebro-chen sind/ kann ebenfalls nicht in Zweifel gezogenwerden.

Dessen ungeachtet möchte aber behauptet werdenkönnen / daß dieses Gebirge keineswegs ein Bild allge-meiner Zerstörung, Einsenkung oder Umkehrung dar-stelle. Die mannichfaltige Senkung der Schichten läßt aufden ersten Anblick zwar dahin schliessen. Allein die Wahr-scheinlichkeit für diese Meynung verliert sich/ je näherwir den Schichtcnbau studieren / und in dieser Mannich -faltigkeit die merkwürdigste Regelmäßigkeit erkennen.Die durchaus zu beobachtende parallele Streichung derSchichten unter sich und mit der Hauptrichtung desGebirges/ die senkrechte Lage der Schichten im Herzjeder Kette / die giebcldachförmigc Anlehnung derselbenzu beiden Seiten / die Aehnlichkeit dieses Baues mit je-