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3 (1774) Von den Amphibien / Carl von Linné
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222
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222 Dritte Cl. li. Ord. SchleichendeAmph.

Wag die Kennzeichen dieses Geschlechts be-trift, so werden sie von dem Ritter darinnen fest,gesetzt, daß der ganze Körper, nebst dem Schwänzemit Ringen umgeben ist, folglich weder Schildenoch Schuppen vorhanden sind. Diese Ringe ha-den die Eigenschaft einer dicken festen Haut, undsind keineswegs knörpelicht oder hart, wie etwa dieSchilde oder Schuppen anderer Schlangen, jedochunterscheiden sie sich hinlänglich als eigentliche Rin-ge. Man trift nur, und zwar in Indien, diezwey folgenden Arten an.

i. Der Rußringel. ku-

jjAMOlL.

Man zahlt an dieser Art am Körper zweyhun,Ruß- unk> am Schwänze dreyßig, zusammen zwey-rmigi- hundert und dreyßig Ringel. Sie ist würklich ruß-nolk. farbig oder schwarzbunt, und verdient obigen Na-men. Sie kommen nicht allein aus America, wozwar die größten sind, sondern auch aus (Ostindien,vorzüglich aus (Leilon, deßglcichen aus Syrien,und leben theils von Ameisen, theils aber von Erd-schnecken und Würmern.

Der Kopf ist klein, glatt, stumpf, oben dieLänge herab gestreift, und an den Seiten gerunzelt.Zwischen den Nasenlöchern zeiget sich^eine dreycckig-te Linie. Die Nasenlöcher sind gleichfalls sehr klein,und von den Augen siehet man nichts anders, alszwey schwarze Puncte. Das Maul ist voller klei-ner Zähnchen. Die Lange des Körpers, welchervollkommen rund ist, belauft sich auf einen Schuh.Durch etwa zweyhundert Ringe siehet das Thier ei-nem Wurm ähnlich, aber diese Ringe sind durchetwa vierzig Striche durch die Länge des ganzenKörpers in kleine Theilchen abgetheilt. Der zwölf-