124 Zweyte Cl. ii.Ordn.Spechtartige.
und schönsten Arten; gemeine Papageyen aber sindhäufiger inSüdamexlen, und auf den amerikani-schen Inseln. InÄerhvopien, und an der gui-neischen Küste werden sie als eine Landplage ange-sehen/ indem sie den Getraidseldern großen Schadenthun / weil sie von Körnern leben / daher man siein diesen Gegenden fleißig wegschiesi/ und zur Speisegebraucht; ob sie gleich nicht zu allen Zeiten schmack-haft sind. Denn sie nehmen den Geschmack nachLebens, der Beschaffenheit des Futters an, welches sie zuact, gewissen Zeiten genießen. Zum Exempel, wenn siesich von bittern Saamen nähren, so wird ihr Fleischso bitter, daß man es fast nicht genießen kann: da-hingegen wird es schmackhaft, wenn sie Acajou-nüße; wohlriechend, wenn sie die CampcchenholzBeere; und angenehm, wenn sie Spccereycn essen.Sie können den Saamen von dem Bastardsaftan,welches für Menschen ein sehr heftiges Purgicrmit-tel ist, ohne Schaden essen, werden aber von denKörnern des Catonbaums taumelnd und gleichsambesoffen, so daß man sie alsdann mit der Hand fan-gen kann. Ueberaus gern halten sie sich in den Bau,men der Muscatennüße auf, und genießen in denHeißen Gegenden davon beydes den Schatten wieauch den angenehmen Geruch.
Sie sollen zwey Eyer legen, f wiewohl einigeeine größere Anzahl angeben ) welche bey etlichendie Größe der Rebhühnereycr haben, und bunt ge-sprenkelt sind. Ihre Nester machen sie in den Lö-chern der Bäume, welche sie entweder darimrcn fin-den , oder mit dem Schnabel »lach und nach dareinHacken; eine Eigenschaft, die mit den Spechten»herein kommt, welche gleichfals Löcher in die Bäu-me hacken. Auch Wahlen sie zuweilen verlasseneNester, und machen eine frische Lage von FedernHinein.
Die