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2 (1773) Von den Vögeln / Carl von Linné
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276
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276 Zweyte C1. Ul.Ord. Schwimmvögel.

sind die Federn am ganzen Körper schneeweiß. DieHöcker lareinischcBenennung kommt wohl von demgriechi«Schna- schen Kylenos her, doch haben die lateinischenbel» Schriftsteller sich mchrentheils des Worts Olorbedienet. Es ist nicht recht deutlich, ob die Heb-räer diesen Vogel durch das Wort Imsichomethgemeinet haben. Etliche Araber nennen ihnLasicalc und, wie Aldrovandus will, Linnanaoder Linnaria. Inzwischen kommt aus dem La-teinischen der Spanier Lisne, der IraliänerLino und Li^no, und der Franzosen her.

Die Engelländer, Schweden, und Holländernennen ihn mit den Deutschen Schwan. In derSchweiy aber hat man ihm den Namen Oeldsoder Lids, und in polen den Namen I. 3 dec ge-geben.

Von diesen Vögeln zählet der Ritter eine wil-de und eine zahme Art, die jedoch nicht sehr vielvon eina über unterschieden sind. Beyde haben,wie der Ritter berichtet, den Schnabel an der Wurzelröthlicht, und braune Füße; soviel wir aber aus derVergleichung zahmer und wilder Schwanen gesehenhaben, so treten wir der hourcuinischen Meynungbey, nämlich:

». 3) Der wilde Schwan hat an der Wur«

zel des Schnabels keinen fleischichten Hocker,der Schnabel ist gelb und am Ende schwarz,die gelbe Farbe desselben erstreckt sich bisüber die Augen, und lässet daselbst zu beydenSeiten einen kahlen Flecken, der Rückenund die Flügel sind grau.

h ) Der zahme Schwan hak an der Wurzeldes Schnabels einen schwarzen, Vorwerks- gekehrten fleischichten Höcker, der ganze

Schnabel ist roth, und alle Federn sind schnee-weiß, wenn sie ausgewachsen sind, doch die

Jungen