Z82 Zweyte Cl. IV. Ordn. Stelzenläufer.
»,.*D.von dem Ritter dieser Art deßwegen beygeleget,
Reiher weil er der größte unter allen ist, daher wir ihnauch den Riesen nennen.
Von der Schnabelsplhe bis zur Spitze derKrallen beträgt die Länge fünf Schuh, und derSchnabel allein ist fast acht Zoll. Der Kopf istmit braunen Federn bedeckt, und aus dem Hinter-köpfe treten etliche lange, schmale, schwarze Federnhervor, welche bey fünf Zoll den Nacken herabhan-gen , auch von dem Vogel gehoben, und in die Hö-he gerichtet werden können, welches der Reiher ge-wöhnliche Kopfzierdc ist. Zwischen dem SchnabelUnd den Augen ist zu beyden Seiten eine kahle brau-ne Haut. Der Körper ist braun, doch Kehle undBrust sind rostfärbig, mit länglichten braunen Fle-cken. Die Schwingfedern sind schwarz, die Ruder-federn braun. Der Schnabel ist oben und untenbraun, aber an den Seiten gelblicht, die Füßefind braun, aber die Schenkel rökhlicht. Das Va-terland ist America, und besonders Virgmien,wo er sich von Fischen, Fröschen, Eydcchsrn unddergleichen nähret.
r6.
Diolet-
Reiher.
Viola-
ee».
i6. Der Violet - Reiher, äräes
Violacea.
Man nennet diesen Vogel auch den bahami-schen Rrabbenfresser, weil er sich daselbst meh-rentheils von den allda häufig befindlichen Meer-krabben und Muscheln nähret; allein er ist nicht et-wa blos auf der Insel Bahama; sondern hältsich auch in Iamaica und Larolina auf, so daßer sowohl in Nord- als Güdamerica befind,lich ist.
Er ist, was den Körper betrift, nicht größerals eine Krähe, von oben weiß und schwarz gestreift,unten dunkelblau oder violet. Der Vörderkopf ist
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