86. Geschlecht. Schnepfen. Z97
Gebüsche in die Wiesen und an das Wasser begeben/dahero sie von den Jägern, es sey durch Netze,Schlingen oder Schießen leicht erhäschet werden.Sie sind etwas kleiner als die Rebhühner, und ge-hören unter die Leckerbissen für die Liebhaber vonwilden Geflügel, welche sie auf allerhand Arten zu-bereiten. Die Asche von den verbrannten Schnep-fen soll eine besondere Kraft wider den Stein haben,daher sie von manchen als eine Arzeney gebrauchtwird.
7. Der Heerschnepfe. 8coioprx
03ÜM5AO.
Diese Art ist klein, nnd übertrift kaum eineWachtel. Sie kommt in der Mitte des Sommersaus Asien nach Europa, zeiget sich gegen denHerbstin Frankreich, und ziehet nach den Niederlanden undin die nördlichen Gegenden, wo sie in den dortigenSümpfen, in Schilfrohr und Torfmoren von Wür-mern und Jnsectcn lebt. Das Männchen fliegetsehr schnell und dabey so hoch, daß man es wohlhören, aber nicht mehr sehen kann. Weil dieserVogel klein ist, so nennen ihn die Franzosen Lec-castme und petite LecaÜs, Herr Alein giebtihm den Namen 8Lc>1c>pax, oder auch LapeilLcoeieslis ^utorum, und Tkarleron iVäoiii-cep8 -^riüotelis. Bey den Deutschen wird erHeer- oder Hervschnepse, auch Wcrsierschnepf,Grassctznepf und Schnepflein. Italiänisch Liz-Luräellu. Poklnrsch Leicas und Laruneic.Schwedisch iVlail - lnZeppa. Türkisch seiv^egenennet.
Ohnerachtet dieser Vogel so klein wie eineWachtel-ist, so hält doch der Schnabel und Schwan,
7. Heer*schnepfc«alii-naxc».