Vater-
land.
kebrn-,
art.
448 Zweyte Cl. iv. Ordn. Stelzenläufer.
tern Fingers tritt der Vogel auf einen Ballen auf.Die jungen Straußvögel sind mit braungrauen Fe-dern bedeckt.
Er hält sich eigentlich in Africa , und be-sonders in Arabien auf, zuweilen trift man ihnauch wohl in Syrien an; am häufigsten aber inden unbewohnten Wildnissen und dürren Wüsten.Die Caravancn, welche aus Marocco, Tunis,Tripolis und Egyprcn nach Nigritien reisen, be-gegnen oft ganzen Hccrden , wo sich die Reisendenmit ihrer Jagd belustigen; denn sie werden gceßen,und die Federn werden unter die Negern, und in dieBarbarei), wie auch an die Europäer verkauft. Siesind auch im Lande der Hottentotten und am Vor,gebürge der guten Hofnung gemein, wo man ihreEyer häufig hat und selbige isset. Doch kann die-ser Vogel sich an alle Climate gewöhnen, und wirdnicht nur in den Thiergärten und Menagerien gros-ser Herren, und in den südlichen Theilen Europensgeheget, sondern wir fanden auch einen schönenSrraus in dem Garten des kaiserlichen Sommerpa-lastes in Sr. Petersburg, der vorzüglich groß undschön, auch dabey sehr zahm war, und die rauhenordische Witterung gar wohl vertragen konnte. ImJahr ,tzro. wurde ein Strauß gezeigct, der neunund einen halben Schuh hoch war, und den derBesitzer vor neunhundert Gulden gekauft hatte; der-selbe wog hundert und siebenzig Pfund.
Unter allen Thieren lauft wohl keines schnellerals der Straußvogel, denn fliegen kann er nicht,so daß man ihn auf der Jagd kaum einhohlet. Erkann einen erwachsenen Menschen tragen, und mitselbigem so geschwinde fortlaufen, daß der Reutersäst erstickt, denn es geht weit geschwinder, als derschnellste Galopp , wie Adanson ein Exempel amSenegal gesehen. Die Negern, Araber und Hot-
tentoten«