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2 (1773) Von den Vögeln / Carl von Linné
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537
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IO7. Geschlecht. Krammetsvögel?5Z7

Sie leben in den europäischen Wäldern,singen in den Sommerabenden angenehm , könnenzahm gemacht, und zum Pfeifen der Melodien gr»wohnet werden. «Das Nest ist in niedrigen Staunwen an der Erde , mit tohnartigen Leimen autzge»füttert, damit keine Feuchtigkeit durchdringe, undWieder mit Stroh und Heu überzogen. Die Eyer,an der Zahl vier bis fünf, sind blgu, mit schwärz»lichtrothen Puncten und Sprenkeln, und fo groß wieTauhcneyer. Das Männchen und Weibchen wech-seln einander im Brüten ab, welches viermal imJahre geschiehet- Sie tragen den Koth der Iun»gen sorgfältig weg , um das Nest rein zu halten,hoch werden die Jungen öfters von dem Männchengetödet, daher sie sich ihrer Fruchtbarkeit ohnexqch»tcr, nicht so sehr als andere Vogel vermehren.

Unten den Merken giebt es auch Bcrgmerle»/(Siehe XX. 6§. 6.) welche schwarzlichtbraun sind, mit grauem Rande der Federn. Ueber lab.der Brust lauft ein röthlichter Strich. Die XX.Schwanzfedern sind schwarz, der Schnabel gleich- "K- d-falls, aber die Füße sind braun, und die Woh-nung ist in den Gebürgen.

rz. Die Ringdrossel. 'luräus ?or-

quäcus. RiA

, Drossel,

Es ist sowohl der Name Ringmerle als chor-Ringdrossel gebräuchlich. Die Benennung ent- guaruPsicher von dem weißen Ringe, den dieser Vogelum den Hals hat. Die Farbe des Körpers istübrigens schwarzlicht, und der Schnabel gelb. DerRing bestehet in einem halbmondförmigen Bogen,der wie ein halber Kragen, nach der Brust zu,um den Hals gehe» , und am Männchen einenFinger breit, am Weibchen aber schmäler / und

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