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2 (1777) Von den Bäumen / Carl von Linné
Entstehung
Seite
63
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i4i. ©att Dillenie. Dillenia. 63

Fruchtknoten , und hernach über denselben auch die Kelch- Dillent«rlattlein gänzlich und sehr fest zusammen, und bildenauf solche Weise eine sehr große apfclförmige Frucht.

Es fallen auch nachher weder die Blumen-noch die Kelch«blattlein ab, sondern bleiben beständig, und zwar so langegeschlossen, bis die Frucht reif worden ist; da sie sichdann zum zweyteinnal bfncn, und aufs neue wie eine Roseausbreiten, die in ihrer Mitte eine aus vielen Saamen-gehausen besicheude Frucht sitzen hat. Diese Frucht istrundkicht, aber an ihrem Umfang gemeiniglich in zwan-zig Theile oder Ecken eingetheilt, indem sie aus eben sovielen auseinander gewachsenen Saamengehausen bestesvon denen jegliches in einem weichen mit vielen hochgel»ben schleimigen Safte angefüllten Fleisch oder Mark ohn«gesehr acht Saamen enthalt. Wenn diese Frucht« nochunreif sind, so sind sie sauer, und kdmien anstatt dersauren Limonen zu Saucen bey Fischen und andenr Spei,seil gebraucht werden. Wenn sie aber ganz reif wordensind, welches man, wie gedacht, daran erkennet, wennihr Kelch sich bfnet; so hat ihr saftiges Fleisch einenangenehmen süssen oder säuerlichten Geschmack , und siewerden von den Einwohnern sowohl roh, als auch ein-gemacht, wie anderes erfrischendes -Obstwerk, geessen.

Eine andere Art Von dieser Gattung scheint,wie LlNNeus muthmasset, derjenige Baum zu seyn,welcher beym RllMph Herb. amb. 2 . t, 46. unterdem Namen Sangius vorkommt. Dieser Baum trügtnach der Beschreibung dieses Schriftstellers auf einigenStämmen lauter bloß niünnliche, auf andern aber weib,liche Blumen ; und dieses allein ausgenommen, daß dieGeschlechter bey ihme getrennet sind, soll er von dem«ben jetzt beschriebenen wenig verschieden seyn. SeineFrüchte haben fünf rundlichte, sehr dicke, hohle Kelch-blätter , und wann diese sich bfnen, so zeiget sich dieFrucht in der Gestalt eines geschälten sinesischen Apfels,aber von der Größe eines Pompelmus ; und weil derKelch , welcher diese Frucht umgibt, schön gefür«

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