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2 (1777) Von den Bäumen / Carl von Linné
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87
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146. Gatt. Traubcnbaum. üvaria. 87

kcn werden die Häuser damit gezieret. Auch machen sie Frau»aus diesen Blumen nebst den Sampaccablumen durch Ko- beu-chen in Del mit Curcuma und andern Specereycn eine bäum,wohlriechende Salbe, womit sie ihren Leib beschmieren;insonderheit thut dieses das Frauenzimmer, welches sich durchdie gelbe Farbe, die es davon bekommt, gefällig zu ma-chen in :911t. Das deffillir.r Del von diesen Blumen wird,insonderheit zu Batavia, von den Huren häustg gebraucht,und von ihnen tropfenweise sehr thener bezahlt; dieses Delist auch, wie Herr HvUtlUYN selber befunden hat, in derLha: sehr lieblich und wohlriechend, verursachet aber, wennman es beständig bey sich trägt, oder zu viel daran riecht,Kopfweh.

Ausser den zahmen gibt es auch wilde Eanangabau-me, deren RllMpI) drcycrlcy beschreibet, nämlich einendrcyblätterichtcn, einen schmal - und einen breitblättenchtcu.

Die erste Sorte wird deßwegen so genennet, weil ihre Blu-men drey Blnmcnblättlein habcii; ihre Früchte sind so groß,als Pflaumen, und cnthalteii drey flache Saamen, welchein einem schleimigen Fleiss) liegen ; und von den Kernendieser Saamen machen die indianische Frauen eine wohlrie-chende Salbe, Boborri genannt. Die schmalblättcttch-te kommt in der Gestalt mit der zahmen Sorte am meistenübcrein, ihre Früchte aber, die ebenfalls in Büschelnwachsen, sind nur so groß als Haselnüsse. Die breitblät-terichte Sorte gleichet in Ansehung der Blätter dem Sam-paccabaume am meisten. Alle diese wilde Sorten habenwohlriechende Saamenkernc, und ihre frische Blumen ha-ben zwar einen schwachen Geruch, wenn sie aber getrocknetsind, so riechen sie beynahe so stark, als die von den zahmenCanangabäumen.

2) Japanischer Traubenbaum. Uvaria Ja-ponica.

Mit sägenartig gezahnten Blättern, Uvaria foliis serra- -* ntcr 'tis. LINN. Sfst. veg. p.423. 8p. pl. 7;^,. Pru- 1 ^ C1 'tex viscolus procumbens, folio Telcphii vnl ^uugs-s 4 §arir znche-r.