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2 (1777) Von den Bäumen / Carl von Linné
Entstehung
Seite
104
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io4 Zwote Classe. Zwölfter Abschnitt.

jfa. Dieser Sßaimt ist in (Jarofin« , Marylanv,

jifjtn, Virginien, und überhaupt auf den bahamischen In»kaum. i" Hanse, lind wächset daselbst gemeiniglich ait

niedrigen feuchten Drten, wo er vor den Windensicher ist; von den Einwohnern in Nordamerika wirder insgemein Papaw gcnennet. Er wird selten überzehc» bis zwölf Schuh hoch , und scheinet überhauptmehr ein Strauch, als ein Baum zu seyn , indemöfters aus einer Wurzel mehrere Stämme, welche auchnicht dicker sind, al» der dünne Theil eines Manus-schenkcls , zum Vorschein kommen. Seine Blumenhaben eine qclblichtgrüne, oder dunkelrothe Farbe;und auf jegliche Blume folgen insgemein, wie Nilltkin der Erklärung zu feiner Abbildung sagt, zwey £>i<drey an einem Stiel sitzende Früchte, woraus also so»wohl, als aus der Abbildung selber zu schliessen ist,daß diese Früchte zwar nicht immer, doch meistens inzween oder drey Lappen zertheilet siiid. Übrigens ha-ben diese Früchte eine lauglicht - kegelförmige Figur,fast wie eine umgekehrte Birne, eine ganz glatte s' lü-de , und eine gelbe Farbe; sie werden voll Menschenselten, und zwar nur voll den Negcrii , meistens aberVon den Truthühnern und andern Thieren gefressen.Seine lanzenförmige Blatter sind groß, spitzig, ziem-lich dunkelgrün, und haben beynahe gar keine Stiele.

Diese Art ist, vielleicht nebst der vorherge-henden , in der gegenwärtigen Gattung die einzige, wel-che ihre Blatter jährlich im Herbste fallen läßt, da siebey den übrigen den Winter hindurch bleiben. Auchdanrct dieser Baum, wenn er nur nicht mehr ganzjung, und genugsam erstarket ist, in England imWinter die Kalte aus, und kommt daselbst, wenn eran ciucm bedeckten Orte stehet, in freyer Luft sehrgut fort, ohne beschädiget zu werden. Sein Holz isthart lind zähe.

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