*2,0 Zwote Classe. Dreyzehenter Abschnitt.
Geigen- ,, ganz einfachen kraubenförmigen Büscheln , lvelchc an
f^sj, „den Enden der Zweige herabhängen, und neun bis zc«„ Heu Zoll lang sind; diese Büschel tragen auf ihren„zahlreichen und dicht bcysauuncnstehcnScn, einfachen,, und kurzen Seitcnstielchcn kleine , fchneeweisse und„ wohlriechende Blumen, deren Charakter folgender iff:„Der glockenförnrigc -Blumenkelch hat fünf spitzige Zahne,und fället nicht ab ; die Blumcnkcone bestehet aus einerziemlich trichterförmigen Röhre, welche noch einmal solang als der Kelch, und am Schlnnde haarig ist, undbreitet sich an der Mündung mit fünf länglichtcn, kur-zen und stmnpfen Lappen ganz flach aus ; von den vierpfricmcnfbrmigcn Staubfäden, die aufrecht in der Mit-te der Blumenrohre sitzen, und doppelte Staubbeutelhaben, sind zween ein wenig länger, als die andern;der kugelrunde Fruchtknoten hat einen fadenförmigenGriffel, ungefehr so lang als der Kelch, mit einer stum-pfen kopfförinigen Narbe; aus dem Fruchtknoten wird«ine ziemlich runde, etwas zusammengedrückte, rind miteiner kleinen Spitze besetzte Beere, welche zween cyrun-de mit einem weichen Mark umgebene Saanien enthält,die innwcndig zwey Fächer haben, in deren jcdein eineinziger länglicher Kern liegt. „ Diese Früchte oder„ Beere sind ganz glatt , weich und saftig, und haben„ anfänglich eine grüne, hernach eine rothe, und zuletzt,, eine glänzcndschwarzc Farbe. In der St. Petersstadt„ sind einige Strassen mit solchen Bäumen besetzt, welche,, sehr angcnehinc Sxatzicrgängc machen. Die Cinwoh-„ucr in Martinique nennen ihn Loi8 COielet , den„Ribbenbaum, Arbor costalis. Gegenwärtig hat„ man ihn auch in Wien, wo er jährlich blühet. „
Sehr verschieden aber lautet die Beschreibung,welche stillet in seinem Gärtncrlenco» von dem Gcigen-holzbaunic, w'ictnohl unter eben denselben vom LÜlllltUöund Igcquill angegebenen GattUNgs - KkMbciclw'N,und einerley Vt'NeilNUNgkN, nuttheilct. Dieser Gci-Kenholzhaum, sagt er, ist auf den meisten Inseln in Wcfl-
indien