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2 (1777) Von den Bäumen / Carl von Linné
Entstehung
Seite
153
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is9- Gatt. Adtwsonie- Aöansonia. 15z

lind die Franzosen pain Ze Singe , Affenbrod; wie- Adan-wolss sie von den erster» auch insgemein Ethiopian fouic,sour Court , oder der Aethiopische sanre Kürbis ge-ncnnct wird.

Der berühnrtc E-lllfills, welcher in dem sech-zehnten Jahrhundert lcbctc, erhielte unter dem NamenAbavo oder Abavi eine solche Frucht, welche eini-ge englische Matrosen auS Aethiopien , vermuthlich vonder Küste von Guinea oder Senegal mitgebracht hat-ten. Diese Frucht war, wie er sagt, derjenigen voll-kommen ähnlich , welche Pi'vsptw AlpillUs / wiewohlnur obenhin, unter dem Namen Baobab beschriebenhat. Sie betrug in der Lange ungefehr einen Schuh,und im Umfang hatte sie sechzehen Zoll, und saß aneinem Stiel, welcher zween Schuh lazzg und einen Fin-ger dick war. Sie war an beyden Enden dünner,alS in der Mitttc, hatte auf der Oberfläche der Langenach verschiedene undeutliche Furchen, und ihre zicmlichdickc und harte Rinde war mit einem grünen wollich-ten Wesen bedecket. Jnnwcndig war sie der Längenach durch gcwiffc Adern abgetheilet, zwischen denensich eine weisst markichtc Substanz von einem sancrlich-ren Geschmack befände, in welcher schwarze, an §a-deii befestigte, nierenförnugc Saamen steckten, die ei-nen schmackhaften Kern hatten. Die Blätter , welcheAipMUs mit^dcn Zitroiienblättern vergleichet, warenzwar bey der jungen uiid erst aufgeschossenen Pflanzewirklich ganz einfach, wann dieselbe aber ansieng Zwei-ge zu b-konnnen, so veränderten sät die Blätter, sodaß alsdann, gleichwie bey den Blattern der Lupinenoder des RoßkastaiucnbanmS, zwey, drey, vier bis fünfLappen , worunter jedesmal der mittclste der längstewar, auf eine», gemeinschaftlichen Blattstiel stunden,gleichwie sie auch bey ihme auf solche Weise fingerför-mig abgebildet sind.

Herr AiXinson befände, bey seinen Wahrnch- Seinermiiigcn a» der Küste von Senegal, daß die angeführte Gestalt»

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