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2 (1777) Von den Bäumen / Carl von Linné
Entstehung
Seite
171
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iso.Gatt. Wollfaame. Bombax. 171

Diese Pflanze (denn ob sie ein Baum oder osfojj,mir eine Staude seye, ist noch ungewiß/) hat mit dem szgme»GolTypio religiöse» eine solche Aehnlichkeit, daßman in der Abbildung , welche Pllickenet davon zie-het , nicht erkennen kann, welche von beyden damitgcmeynt ist; fit unterscheidet sich aber von demselben,ausser ihrer Frucht, nach welcher sie unstreitig zu dergegenwärtigen Gattung gehöret, auch insonderheit durchihre filzige Blätter und durch die Beschaffenheit ihrerStaubfaden. LlNlicUs gibt von ihr folgende sehrkurze Beschreibung: Ihre Blatter find groß, herzför-mig, und in fünf eyrunde, scharf zugespitzte, glattran-dige Lappen zertheilet, von denen die Hintere kleinerfind als die andern; die Blumenkrone (welche nachBurmann eine gelblichtt Farbe hat) ist sehr groß,und ihre Blumenblätter sind ausgeschnitten; die Staub-fäden find sehr zahlreich, viel kürzer als die Blumen-kroue, und gar nicht zusammengewachsen, und habenlänglichte , aufrechte Staubfäden> der Griffel ist fa-denförmig. Vermuthlich ist dieses eben diejenige Pflan-ze , von welcher unter der angeführten Be-

nennung in seinem Gartnerlericon folgende, wiewohlebenfalls unvollkommene Nachricht giebct : Di«

Frucht davon erhielte ich aus dem spanischen West-indien, aus Panama, und nachhero auch aus Siam,

in welchen Landern die Pflanze wild wächset. Wie groß sie aber daselbst wird, kann ich nicht sagen z die-jenige , so in England aus dem Saamen gezogen,, wurden, haben weiche grasartige Stengel, die bol«

str Gelenke oder Knoten sind , imd haben nicht das Ansehen, als wollten sie holzig werden; denn dieje-nige Pflanzen, die bereits einig« Jahre alt find, ha«

bcuoch weiche Stämme , die voller Mark find.

'Die Blätter kommen gegen den Gipfel der Pflanzen zu , an langen haarigen Stielen zum Vorschein, undhaben dem Ansehen nach viele Aehnlichkeit mit den Blättern des Pappelbaums, indem sie am Rande in