i88 Zwote Classe. Funfzehenter Abschnitt.
§tt,ges- Früchte sind flache krumme Hülsen, von der Größe
fnicht. eine«! Reichsthalers, welche mit den Früchten der Semncsblätter viele Ähnlichkeit haben , und innwendig ci>»ige länglicher Saamen einschlicssen. Sein Holz hatebenfalls «inen angenehmen Geruch, ist aber von einersehr ungleichen Farbe, welche nämlich theils weiß, theiltroth ist; auch gibt es eine Sorte , welche ein ganzweisses Holz hat , und daher weisser Lingoabaum gc-nennet wird. Alle Sorten aber geben, wenn ihreRinde besonders an den Aestcn verwundet wird, einenIhcllrochen Saft von sich, welcher anfangs zwar dün-ne ist, aber gar bald sich in ein durchsichtiges Gum-mi verdicket, welches durchs Austrocknen eine dunkel-rothe Farbe bekommt, wie «in geronnenes Blut, 1111&«ine sehr zusammenziehende Kraft hak. Das rothe Holzvon diesem Baum ist wegen feiner Schönheit sowohlbey den Holländern, als bey den Indianern in gros-ser Achtung.
Der westindische Drachenblukbaum, welchenHerr AacsillM, wielvohl ohne Blume» und Früchte,in den Wäldern auf der Insel Tierra Bomba beo-bachtet hat, ist nach dessen Beschreibung ein dreyßigSchuh hoher Baum, welcher dein ausser» Ansehennach mit der Robinia Sepiüm LINN. einige Ähn-lichkeit hat. Sein Holz ist schneeweiß, und fest,und gibt im geringsten kein Harz oder einigen Saftvon sich. Wenn man aber in die frische Rinde,welche dick, auswendig Von einer aus dem bräunlich-ten ins aschgraue fallenden Farbe, und zieinlich glattist , in die Quere einen Einschnitt macht, so zeigetsich zwar auf der Stelle keine Spuhr von einiger Ro-the , aber in kurzein darauf erscheinen sehr viele blut-rothe Punkten, welche sich nach und nach in Tropfenfanunlen. Wenn man daher den Baum auf solcheWeise an verschiedenen Qrtcn verwundet , so istsehr schön anzusehen, wie er dadurch in kurzem mieiner Menge hcllblutrothet und flüssiger Tropfen be