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2 (1777) Von den Bäumen / Carl von Linné
Entstehung
Seite
199
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, 6 z. Gatt. Fischfänger. Piscidia. 199

nariae fluviatilis aufta. SLOÄN. jam. 143. Asch,hist. 2. pa§. 39. tab. 176. f, 4 » v RAI * fdngcr.dendr. roX. Pfeudo - Acacia siliquis alatis.PLUM. spec. ly. ic. 233. f. 2.

Dieser Baum wird auch der kleinere Fisch«fänger geneimet; und die Engländer geben sowohldiesem, als dem folgenden den Namen Dogwood-tree , Hundholz, oder Hundsbeerbaum. Er wachsetin Jamaika, wo man ihn hin und wieder an den Stras-se» mit Fleiß pflanzet, in großem Ucberfluß. SeineGestalt ist nicht schön; seine Höhe erstrecket sich auffünf und zwanzig Schuh, und drüber; sein Stammist aufrecht, fast so dick als ein Mannskörper, undmit einer lichten glatten Rinde bedeckt; die Entstehungund Abtheilung seiner Aeste aber geschiehet ohne Ord-nung , und gibt ihm ein ganz besonderes irreguläres An-sehen , so daß man ihn dadurch schon von weitem unter-scheiden kann. Seine Blatter sind gefiedert, und ins»gemein aus sieben Lappen zusammengesetzt, von denen ei-ner am Ende, und die übrigen meistens gerade gegen-einander über stehe» ; ihre Lappe» sie ryrund , spitzig,ungefehr zween Zoll lang und anderthalb Zoll breit,und am Rande ganz glatt. Die Blumen kommen intraubenförmigen Büscheln , noch vor , oder zugleich mitden Blättern zum Vorschein, haben eine unreine weiss«

Farbe, und keinen Geruch; auf sie folgen länglich« Hül-sen , welche vier nach der Lange hinlaufende breite häu-tige Flügel haben, und viele zieinlich nicrenförmige Saa-men einschliessen, die aussen eine Reihe hervorragenderGelenke oder Absätze formtreu. Man bedienet sich i»Ostindien der Rinde dieses Bamns, insonderheit seinerWurzeln, oder auch der Blätter und Zweige, um Fischezu fange»; man zerstößt nämlich oder zerdrückt zu demEnde die gemcldten Theile, und wirft sie ins Wasser,welches alsdann die Fische betäubet, und macht, daß siebis an die Oberfläche des Wassers herauf steigen, und

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