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2 (1777) Von den Bäumen / Carl von Linné
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211
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Gatt. Schambaum. ^eick^nomene. Llt

Paaren eyrunder, stumpfer, ungefehr anderthalb Zoll Scham,langer Lappen oder Blattlein; und haben mit den Blät- bäum»tern des Tainarindenbaums die Eigenschaft gemein, daßste gegen den Abend ihre Blättlein zusammen legen,und des Morgens, wann die Sonne über dem HorizontIst, wieder von einander thu» und ausbreiten. Und die»se Blättlein, welches »och merkwürdiger ist, schließen sichauch alsdann, wenn man ein Zwriglein von dem Baumabbricht; ofiicn sich aber hernach nicht wieder. DieBluinenbüschel entspringen in den Winkeln der Blatter,

,md bestehen gemeiniglich aus vier bis fünf oder auch »Mehreren Blumen, tvelche init^ihren Stielen an einemgemeinschaftlichen Hauptstiel befestiget sind. Die Blu»inen haben eine gelbe Farbe, und sind von einer aus«serordeutlichcn Größe, denn sie sind nach dem Zeugnißdes LiNNeuS , welcher sie selbst gesehen hat, so groß,als ein Hühnerey, und also unter allen bekanntenschmetterlingsformigen Blumen die größesten ; ihr«

Fahne ist eyrund und ausgebreitet, die Flügel und dasSchistlcin sind eyrund länglicht und endige» sich in eintsichelförmige Spitze. Die darauf folgende knotige oderin Gelenke abgetheilte Hülsen enthalten nierenförmigeSaamcn, und find in Betracht ihrer sehr großen Läng««»gemein dünn ; denn ihre Länge belauft sich auf vierSpannen oder anderthalb Schuh, wobey sie jedoch nichtdicker sind, als eine Schrcibfeder. Man gebraucht iliOstindien sowohl die Blumen, als Früchte dieses Baums,jnr Speist. Man ziehet ihn auch hin und wieder iitEuropa in den Gewächshäusern.

2) Gemeinee Schambaum. ^esckvnomene Ziv»»t

arborea. Art.

Mit einem glatten Stamin; und Hülsen, deren Ge- Hj 1 ** 1 *lenke halb herzförmig und glatt sind, Aeschy- ^ e ' s

hotslene caule arboreo laevi ; Iegüminum ar-ticuiis lemicordatis glabris. LIN N. Syst£) 2 Vee.