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2 (1777) Von den Bäumen / Carl von Linné
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287
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i88. Gatt. Mauleeerbaum. I>loru8. 287

sen; und bey denen bloß aus den Saamen gezogenen Maut«Daumen soll dieses ebenfalls öfters Stakt haben. Auch beer-hak er angemerket, daß die allen Manlbcerbaume nicht bäum.nur viel mehrere, sondern auch viel größere und schmack-haftere Früchte trugen, als die jungen Z und rathet da-her mit Recht, daß man die Zweige zum Pfropfen lie-ber von alten Bäumen nehmen solle. Es behaupten ei-nige Schriftsteller, daß man die Maulbeerbaume mitgutem Erfolge nicht nur auf ihre eigene Stämme, son-dern auch auf Kastanien, Ulmen, Linden, desgleichenauf Feigen - und andere Obstbäume pfropfe» könne. Die«scr Baum hat gerne einen guten fetten Boden, und eineLage, wo er vor dem Winde beschützt ist, aber dennoch dieSonne genugsam genießen kann. Seine Wurzel wirdvon einige» als ein kräftiges Mittel wider den Band»wurm gcrühinet. Seiir gelbes und hartes Holz soll un-ter dein Wasser ziemlich dauerhaft seyn, und das von alte»Bäumen, kann wie das Ulmenholz von Wagnern,

Kiefern, Drechslern und Tischlern verarbeitet werden.

In Persteu werden die Blatter des schwarzen Maulbcer.baums znm Futter für die Seidenwürmer genommen,und nach stchcrn Versuchen kann man es auch eben sogut in Europu thun, nur muß man dieß dabey in Achtnehmen, daß man seine Blatter niemals solchen Sei-denwürmern gebe, die schon an die Blätter von demweissen Manlbcerbaume gewöhnt sind, weil sie sonst da-von krank werden und sterben; wenn man ihnen selbi-ge aber gleich anfangs und beständig gibt, so kommensie auch recht gut dabey fort.

z) Papiermaulbeerbaum. Morus Papy-rifera.

Untrr-

Mit bandförmigen Blattern; und Früchten, die mit fchei-steifcn Borsten besetzt sind, Morus foliis palma- dungs-tis; fruclibus hispidis. LINN. Syst. vcg. p. zeiche,,.710. Sp. pj. 1399. MILL. Didt, n. 6. Mo-

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