474 Zwote Classe. Neunzehntee Abschnitt.
Wach- ben Gmepro; die Spanier Eriebro, Ginebre und
holder. ZimbfO; die Franzose» Genievre; die EngländerJuniper-tree; die Schweden En, Enbuske oderEnebärsträd, die Lapläiider Gaskes; und die Hol-länder Gcneverboom , und an einigen Wirten auchDnakelbeisseri-oder Dämmeren - Hout. SeineGestalt ist sehr bekannt. Seine Blätter sitzen je zu dreybeysammen, und bilden svlckergcstalk kleine Büschclgen,welche in unvollkoinnieucn Wirtcln rings um d:e Zweigeheriunsitzcn. Er blühet Von, Hornung bis in den May;seine Beere werden aber erst i» dem Herbst des folgendenJahres reif, und bleiben bis ine dritte Jahr hinein ste-hen, so daß man insgemein dreyercly Beere an einemStrauch oder Baum antreffen kann, nämlich kleine grü-ne vorn heurigen, groffe und noch grüne vorn vorigen,und reife oder schwarze boin dritten vergangenen Jahre.Diese Beere diene» nicht nur dcii Krammetsvogeln undBirkhühnern zu einer häufigen Nahrung; sondern wer-ben auch mit grossen lind mannichfaltigen Nutzen in derHaushaltung und Arzucykunst gebraucht. Man inischctsie nämlich theils als ein angenehines und gesundes Ge-würze zu vielcrlcy Speise»; theils werden mit Bier,Wein, oder indein inan durch die Gähruiig und Destil-lation einen Geist darauszichet, allerhand Getränke da-von verfertiget. In der Arzneykunst dienen sie als einmagenstarkendcs, cröfncndcs, schweiß-und urintrcibcndcsMittel in Husten, Engbrüstigkeit, Tacherier und Wasser-sucht; und man gebraucht ste zu dem Ende nach Gestaltder Sache in einem Aufguß oder Decockt mit Wciii oderWasser, entweder vor sich, oder nachdem man zuvordurch gelindes rösten einen Theil ihres hitzigen Dcls weg-gejagt , oder auch ein daraus bereitetes Ertrackt oder Ge-sätz, welches wegen seinem allgemeinen Nutzen Von eini-gen der deutsche Theriack genennet wird. Sein festes,harzichtcs und wohlriechendes Holz taugt nicht allein zum° Verbrennen und zu Rauchwcrken, und wegen seinerSchönheit, Daucrhaftgkcit und angenehme» Geruch zu
feinen