Band 
Erster Theil.
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38 Ein 'leitun g.

seitdem wir durch berühmte Pieisende mit den Einwohnernder Südseeinseln bekannt geworden sind, deren Charaktereine auffallende Mischung von Sanftheit und Verdorben-heit zeigt. Die Sitten- Schilderungen dieser Insulaner er-halten durch den Halbzustand ihrer Civilisation einen ganzeigenen Reiz. Bald sehen wir einen König, der mit ei-nem zahlreichen Gefolge die Früchte seines eigenen Gar-tens darbringt; bald eine Todtenfeyer, die mitten in einemWalde bereitet wird. Unbezweifelt ziehen diese Gemähldeweit mehr an, als die finstre Gravität der Indianer amMifsouri, oder Maranon.

Wenn indessen auch Amerika keinen ausgezeichnetenPlatz in der Geschichte des Menschengeschlechtes undder alten Revolutionen desselben behauptet; so bietet esdafür dem Physiker ein desto gröfseres Feld zu Beobach-tungen dar. Nirgends erhebt ihn die Natur so starkzu allgemeinen Ideen über die Ursachen der Erscheinun-gen und ihre gegenseitige Verbindung. Diese Kraft derVegetation; diese ewige Frischheit des organischen Le-bens; diese climatischen Abstufungen am Abhange derCordilleren; und diese ungeheuren Ströme, die uns Cha-teaubriand mit bewundernswürdiger Treue beschriebenhat, soll ich sie anführen? Längst ist bekannt, wie vielfür Geologie und Physik im Allgemeinen in der neuenWelt gewonnen werden kann. Glücklich der Reisende,der sich schmeicheln darf, die Vortheile seiner Lage

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